Gerechte Steuern

Das Geld, das der Staat für seine Aufgabenerfüllung benötigt, beispielsweise für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, für die Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge oder auch für öffentliche Investitionen, fällt nicht vom Himmel. Vielmehr sind die Steuern in den meisten Ländern die wichtigste staatliche Einnahmequelle zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen. Wenn Steuern hinterzogen oder umgangen werden, ist das nicht nur ungerecht, sondern es fehlen der Gemeinschaft dann auch dringend benötigte Finanzmittel.

 

Daneben haben Steuern eine lenkende Wirkung. Denn der Staat kann mit ihrer Hilfe ein sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln fördern, indem er zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien steuerlich begünstigt oder den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einer Steuer belastet. Zudem kann er höhere Einkommen sowie hohe Erbschaften und Vermögen stärker besteuern, um auf diese Weise die soziale Ungleichheit zu senken. Ein ungerechtes Steuersystem hingegen lässt die soziale Schere auseinandergehen und gefährdet dadurch nicht nur die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern schwächt auch die Wirtschaftsentwicklung.

 

Eine gerechte Steuerpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass starke Schultern eine höhere Steuerlast tragen, d.h. dass diejenigen, die mehr haben, mehr Verantwortung bei der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen. Steuersenkungen zugunsten höherer Einkommen und Vermögen wirken dieser Maxime entgegen. Ein gerechtes Steuersystem schafft zudem Transparenz und verhindert Steuervermeidung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dort wo sich Fehlentwicklungen zeigen, sind daher Reformen angebracht, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa und dem Rest der Welt. 

Angeregte Gespräche bei der Konferenz

Tiergarten-Konferenz 2014: Verantwortung übernehmen - aber wie?

15.09.2014 Peace and Security, Interview, Frieden und Sicherheit
 

Auf dem Weg in eine neue Architektur der Verbraucherpolitik?

22.09.2014
22. September 2014 in Berlin
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Inklusion in der Schule – und dann? Gleichberechtigter Zugang zur beruflichen Ausbildung

26.09.2014 Rückblick, Bildungspolitik, Schulpolitik, Inklusion
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28 - 10785 Berlin (Haus 2), 26.09.2014 | Netzwerk Bildung | E-Mail: marion.stichler@fes.de
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Buchvorstellung mit Martin Schulz in Bonn: "Klassiker des europäischen Denkens"

09.10.2014 Rückblick, Denkanstoß Geschichte
 
Porträt von Pregs Govender bei einer Veranstaltung.

Interview mit Pregs Govender

10.10.2014 Interview
 

Ostdeutschland als Avantgarde? Transformationsprozesse in Politik und Wirtschaft in der Debatte

10.10.2014 Rückblick, Deutsche Einheit
 

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10.10.2014 Rückblick, Deutsche Einheit
 
Das Publikum hört den Sprechenden auf dem Podium zu.

Mehr Einsatz für die Menschenrechte?

13.10.2014 Peace and Security, Interview, Frieden und Sicherheit
 
Christopher Strässer spricht. Neben ihm sitzen zwei Frauen, die ihm zuhören.

Interview mit Christoph Strässer

15.10.2014 Peace and Security, Interview, Frieden und Sicherheit
 

Von falschen und echten Ariern

21.10.2014 Rückblick, Gegen Rechtsextremismus!
 
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