Gerechte Steuern

Das Geld, das der Staat für seine Aufgabenerfüllung benötigt, beispielsweise für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, für die Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge oder auch für öffentliche Investitionen, fällt nicht vom Himmel. Vielmehr sind die Steuern in den meisten Ländern die wichtigste staatliche Einnahmequelle zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen. Wenn Steuern hinterzogen oder umgangen werden, ist das nicht nur ungerecht, sondern es fehlen der Gemeinschaft dann auch dringend benötigte Finanzmittel.

 

Daneben haben Steuern eine lenkende Wirkung. Denn der Staat kann mit ihrer Hilfe ein sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln fördern, indem er zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien steuerlich begünstigt oder den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einer Steuer belastet. Zudem kann er höhere Einkommen sowie hohe Erbschaften und Vermögen stärker besteuern, um auf diese Weise die soziale Ungleichheit zu senken. Ein ungerechtes Steuersystem hingegen lässt die soziale Schere auseinandergehen und gefährdet dadurch nicht nur die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern schwächt auch die Wirtschaftsentwicklung.

 

Eine gerechte Steuerpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass starke Schultern eine höhere Steuerlast tragen, d.h. dass diejenigen, die mehr haben, mehr Verantwortung bei der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen. Steuersenkungen zugunsten höherer Einkommen und Vermögen wirken dieser Maxime entgegen. Ein gerechtes Steuersystem schafft zudem Transparenz und verhindert Steuervermeidung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dort wo sich Fehlentwicklungen zeigen, sind daher Reformen angebracht, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa und dem Rest der Welt. 

Eine Halbrunde Hausfassade. EInige Fenster sind beleuchtet.

Zeitenwende auf europäisch

18.07.2022 Zeitenwende Frieden und Sicherheit
Trotz neuer Ansätze bleibt die EU von Einigkeit noch weit entfernt. Zu dieser Einschätzung kommt Christos Katsioulis (Regionalbüro für Zusammenarbeit und Frieden FES Wien) in einem aktuellen Artikel der NG /FH.
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Historische Darstellung einer diplomatischen Konferenz: Mehrere Männer in militärischer Uniform sitzen und stehen um einen Tisch in einem reich verzierten Raum. Einige halten Dokumente in der Hand, während andere miteinander sprechen. Die Szene zeigt eine Versammlung aus der Zeit des 19. Jahrhunderts, wahrscheinlich den Wiener Kongress. Die Wände sind mit Gemälden und Büsten dekoriert, die Einrichtung ist prächtig gestaltet.

Neues altes Großmächtekonzert

18.07.2022 Zeitenwende Frieden und Sicherheit
Chinas Aufstieg und der Ukrainekrieg beenden die globale Hegemonie der USA. Künftig könnten wieder exklusive Einflusszonen die Weltordnung bestimmen, schreibt Marc Saxer im ipg-journal.
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„Nur eine starke und mächtige Gewerkschaftsbewegung kann eine neue Wirtschaftsordnung schaffen.“ – Der Kampf um das Betriebsverfassungsgesetz 1952

19.07.2022 Denkanstoß Geschichte
Die Verabschiedung des Betriebsverfassungsgesetzes am 19. Juli 1952 im Deutschen Bundestag ohne wirkliche gewerkschaftliche Einflussnahme ist wohl die erste Niederlage der deutschen Gewerkschaftsbewegung nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland....
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„Preußenschlag“ – Die rechtswidrige Absetzung der Preußischen Regierung Otto Brauns

20.07.2022 Denkanstoß Geschichte
Am 20. Juli 1932 wurde mit der rechtswidrigen Entlassung Otto Brauns als Ministerpräsident Preußens die letzte sozialdemokratisch geführte Regierung abgesetzt. Die Amtsgeschäfte fielen durch Notverordnungen an die Reichsregierung, wodurch Preußen...
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Fenster einer Schweizer Bankfiliale der Credit Suisse sind geschlossen.

„Too Big To Fail“ – Finanzunternehmen und ihr Einfluss auf Entwicklungsländer

20.07.2022 Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung Weltwirtschaft und Unternehmensverantwortung
Too Big To Fail-Firmen spielen beim Nettoabfluss von Finanzmitteln aus Entwicklungsländern in Industrieländer eine entscheidende Rolle. Das zeigt eine neue Studie von Finance Watch und der Friedrich-Ebert-Stiftung.
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Ein leerer Holzbilderrahmen an einer Wannd.

"Das Bild hängt schief." Sicherheit im politischen Diskurs

20.07.2022 Frieden und Sicherheit, Zeitenwende Frieden und Sicherheit
Die politische Zeitenwende verlangt einen offenen Umgang mit Interessen und Abwägungsprozessen – besonders im Dialog mit dem Globalen Süden. Teil 3 der FriEnt-Reihe zu den Folgen der Zeitenwende.
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Innovationspolitik in Zeiten des Wandels

21.07.2022 Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales | Wirtschaft Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales, Wirtschaft
Das neue Verhältnis von Staat und Markt
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Ben Gattermann: Das Gothaer Tivoli als (sozial-)demokratischer Erinnerungsort?

Denkanstoß Geschichte
"Das Gothaer Tivoli ist ein wichtiger Erinnerungsort der Sozialen Demokratie, der auch heute noch von Bedeutung ist. Warum aber besitzt das Tivoli auch heute noch diese Relevanz? Was kann dieser Erinnerungsort vermitteln? Und was wäre bei der...
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Marcel Röthig zu den Entlassungen beim ukrainischen Geheimdienst im RBB

21.07.2022 Zeitenwende Frieden und Sicherheit
Marcel Röthig, FES Büro Kiew, schätzt, dass der Inlands-Geheimdienstchef seiner Aufgabe nicht gewachsen war. Mehr dazu im Interview.
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Was die Zeitenwende für Deutschland bedeutet

21.07.2022 Zeitenwende Frieden und Sicherheit
Megan Gibson spricht mit Katarina Barley in dieser Folge des Podcasts "World Review" über die Hintergründe der Zeitenwende.
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