Gerechte Steuern

Das Geld, das der Staat für seine Aufgabenerfüllung benötigt, beispielsweise für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, für die Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge oder auch für öffentliche Investitionen, fällt nicht vom Himmel. Vielmehr sind die Steuern in den meisten Ländern die wichtigste staatliche Einnahmequelle zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen. Wenn Steuern hinterzogen oder umgangen werden, ist das nicht nur ungerecht, sondern es fehlen der Gemeinschaft dann auch dringend benötigte Finanzmittel.

 

Daneben haben Steuern eine lenkende Wirkung. Denn der Staat kann mit ihrer Hilfe ein sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln fördern, indem er zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien steuerlich begünstigt oder den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einer Steuer belastet. Zudem kann er höhere Einkommen sowie hohe Erbschaften und Vermögen stärker besteuern, um auf diese Weise die soziale Ungleichheit zu senken. Ein ungerechtes Steuersystem hingegen lässt die soziale Schere auseinandergehen und gefährdet dadurch nicht nur die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern schwächt auch die Wirtschaftsentwicklung.

 

Eine gerechte Steuerpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass starke Schultern eine höhere Steuerlast tragen, d.h. dass diejenigen, die mehr haben, mehr Verantwortung bei der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen. Steuersenkungen zugunsten höherer Einkommen und Vermögen wirken dieser Maxime entgegen. Ein gerechtes Steuersystem schafft zudem Transparenz und verhindert Steuervermeidung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dort wo sich Fehlentwicklungen zeigen, sind daher Reformen angebracht, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa und dem Rest der Welt. 

Illustration zum Thema Mobilitätsgerechtigkeit

FES impuls | Sozial, gerecht, mobil – Impulse zu einer nachhaltigen Mobilität

14.07.2023 Publikation, Soziales
Viele Menschen werden aktuell in ihrer Mobilität und gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt. Dieser FES Impuls zeigt Wege hin zu einer klimafreundlichen und sozial gerechten Mobilität für alle auf.
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Personen und Banner vor dem Parteibüro der SPD zur Urabstimmung der West-Berliner SPD am 31.3.1946. Rechte: Rechteinhaber nicht ermittelbar. Quelle: AdsD, 6/FOTB001836.

Die SPD in der Mark Brandenburg 1945/1946: Zwischen Neuanfang und Zwangsvereinigung – Teil II

18.07.2023 Denkanstoß Geschichte
Im zweiten und letzten Teil unseres Blogbeitrags zur SPD in Brandenburg nach Kriegsende schildert unser Gastautor René Schroeder den Weg zur Verschmelzung von KPD und SPD.
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Migrationsabkommen mit Tunesien

18.07.2023 Interview
Johannes Kadura, Friedrich-Ebert-Stiftung Tunesien, im Interview mit Tagesthemen am 17.07.2023 zum Migrationsabkommen mit Tunesien (Min. 13.19-15.45).
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Identität, Parteilichkeit, Polarisierung: Wann wir undemokratischem Verhalten zustimmen

19.07.2023 Demokratie Demokratie
Neue Studie des Kompetenzzentrums ‚Demokratie der Zukunft‘
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19.07.2023
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20.07.2023
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20.07.2023
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Colombia - The Entanglements of Peace

20.07.2023
 
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