Gerechte Steuern

Das Geld, das der Staat für seine Aufgabenerfüllung benötigt, beispielsweise für die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen, für die Gewährleistung der öffentlichen Daseinsvorsorge oder auch für öffentliche Investitionen, fällt nicht vom Himmel. Vielmehr sind die Steuern in den meisten Ländern die wichtigste staatliche Einnahmequelle zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen. Wenn Steuern hinterzogen oder umgangen werden, ist das nicht nur ungerecht, sondern es fehlen der Gemeinschaft dann auch dringend benötigte Finanzmittel.

 

Daneben haben Steuern eine lenkende Wirkung. Denn der Staat kann mit ihrer Hilfe ein sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln fördern, indem er zum Beispiel den Ausbau erneuerbarer Energien steuerlich begünstigt oder den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit einer Steuer belastet. Zudem kann er höhere Einkommen sowie hohe Erbschaften und Vermögen stärker besteuern, um auf diese Weise die soziale Ungleichheit zu senken. Ein ungerechtes Steuersystem hingegen lässt die soziale Schere auseinandergehen und gefährdet dadurch nicht nur die Demokratie und den Zusammenhalt in der Gesellschaft, sondern schwächt auch die Wirtschaftsentwicklung.

 

Eine gerechte Steuerpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass starke Schultern eine höhere Steuerlast tragen, d.h. dass diejenigen, die mehr haben, mehr Verantwortung bei der Finanzierung des Gemeinwesens übernehmen. Steuersenkungen zugunsten höherer Einkommen und Vermögen wirken dieser Maxime entgegen. Ein gerechtes Steuersystem schafft zudem Transparenz und verhindert Steuervermeidung, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dort wo sich Fehlentwicklungen zeigen, sind daher Reformen angebracht, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern in Europa und dem Rest der Welt. 

Der Wert gleicher Lebensverhältnisse

28.10.2015 Neues Wachstum. Gestaltende Wirtschafts- und Finanzpolitik Publikation, Neues Wachstum. Gestaltende Wirtschafts- und Finanzpolitik
Das verfassungsrechtliche Gebot der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse kann nicht mehr eingelöst werden. Zeit für einen Appell an die Politik, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.
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Die 68er - Mythos und Wirklichkeit

29.10.2015 Rückblick, Kulturpolitik, Literarischer Salon
 

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29.10.2015 Rückblick, Kulturpolitik, Literarischer Salon
 
Think Piece No. 2: Prosperity and Monopoly on the Use of Force

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02.11.2015 Peace and Security | Frieden und Sicherheit Peace and Security, Frieden und Sicherheit
Ann L. Phillips cautions against prematurely doing away with state sovereignty and the monopoly on the use of force, because she identifies a strong link between the two and sustainable prosperity. She suggests improving states’ legitimacy and...
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Think Piece No. 3: Tendencies to Rearrange, Dismantle, and Destroy the Monopoly on the Use of Force

Think Piece No. 3: Tendencies to Rearrange, Dismantle, and Destroy the Monopoly on the Use of Force – Causes, Consequences, and Types

02.11.2015 Peace and Security | Frieden und Sicherheit Peace and Security, Frieden und Sicherheit
Herbert Wulf identifies the privatization of security services as one of the main threats for the monopoly on the use of force. He traces the reasons why non-state groups and companies increasingly perform traditional security functions and examines...
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FES Menschenrechtspreis 2015

02.11.2015 Pressemitteilung
Der Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung geht an die israelischen Bürgermeister Ilan Sadeh und Hasan Atamna. Die Preisverleihung findet am 5. November 2015 ab 16.30 Uhr in der FES Berlin, Hiroshimastraße 17 statt.
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Metropolen im Wachstum

Rückblick, Stadtentwicklung

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Metropolen im Wachstum

Rückblick, Stadtentwicklung

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TTIP und das Unbehagen in der Kultur! Am 4. November 2015 um 18 Uhr im TalTonTheater in Wuppertal.

TTIP und das Unbehagen in der Kultur!

04.11.2015 Rückblick, Medien und Digitale Welt, Wirtschaft von Morgen, Europa und Globalisierung
4. November 2015, Wuppertal Das „Unbehagen in der Kultur“ in Bezug auf Abkommen wie TTIP, CETA und TISA ist allenthalben zu spüren.
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Ein Gruppenfoto mit den Preisträgern, die Blumensträuße in den Händen halten.

Verleihung des FES Menschenrechtspreises 2015 an Ilan Sadeh und Hasan Atamna

05.11.2015 Veranstaltung, Rückblick
 
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