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Die Erbschaftsteueruhr zeigt die Summe der entgangenen Steuern seit der Erbschaftsteuerreform von 2009. Die Zählung basiert auf dem Subventionsbericht der Bundesregierung.
Jedes Jahr gehen in Deutschland 8,8 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren, weil Überreiche bei Erbschaften und Schenkungen massiv begünstigt werden.
Die Vermögen in Deutschland sind ungleich verteilt. Die reichsten 10 Prozent der Gesellschaft erhalten die Hälfte aller Erbschaften und Schenkungen. Überreiche genießen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer große Privilegien. Wer groß erbt oder beschenkt wird, zahlt niedrigere Steuersätze als jemand, der kleinere Summen erhält. Das liegt daran, dass es umfangreiche Ausnahmen für überreiche Unternehmenserb:innen gibt. Die Ungleichheit zwischen Arm und Reich wird so zusätzlich verstärkt.
Einer finanzstarken Lobby ist es gelungen, das Erbschaftsteuerrecht zugunsten von Überreichen zu beeinflussen.
Allein im Jahr 2024 erhielten 41 Beschenkte und 4 Erbende Vermögen in Höhe von über 11 Milliarden Euro und mussten davon aufgrund von steuerrechtlichen Umgehungsmöglichkeiten lediglich 180 Millionen Euro Steuern zahlen, statt der ursprünglich festgesetzten 3,55 Milliarden. Damit wurden ihnen rund 95 Prozent der Erbschaft- und Schenkungsteuer erlassen. Fast die Hälfte der verschenkten und vererbten 11 Milliarden Euro – rund 5 Milliarden – landete bei Minderjährigen.
Dieses Geld könnte der Staat in Bildung, Infrastruktur, Forschung und Klimaschutz investieren. Es käme somit der Gesellschaft zugute und würde damit auch der Wirtschaft nützen.
Deshalb ist es wichtig, eine Debatte darüber zu führen, wie eine gerechtere Erbschaft- und Schenkungsteuer aussehen kann. Denn eine gerecht ausgestaltete Erbschaft- und Schenkungsteuer wirkt der stetig wachsenden Ungleichheit in Deutschland entgegen. Festzuhalten ist: Die Steuersubventionen für Überreiche verursachen hohe gesellschaftliche Kosten.