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Veranstaltungsnummer: 291508 – als .ics herunterladen
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Es war keine leichte Entscheidung und für viele war es gar keine. Nach dem sechswöchigen Mutterschutz kehrten Frauen in den Beruf zurück, weil das Familieneinkommen dies verlangte und der Staat Arbeitskräfte brauchte. Wo Schichtdienst oder das Alleinerziehen keine andere Lösung zuließen, führte der Weg in die Wochenkrippe. Diese wurden zwischen 1950 und dem Ende der DDR meist von den Betrieben eingerichtet und dort blieben die Kinder von Montagmorgen bis Freitagabend. Fern von Geborgenheit und emotionaler Zuwendung verzögerte sich jedoch die Entwicklung der Kinder. Schon Mitte der 1950er-Jahre wies die Ärztin Eva Schmidt-Kolmer bei den Kindern deutliche Rückstände in Sprache, Bewegung und Sozialverhalten nach. Öffentlich diskutiert wurde dies jedoch nicht. Kritische Befunde verschwanden aus der Fachliteratur, denn am vermeintlich fortschrittlichen System der DDR durfte nicht gerüttelt werden. Langfristig resultierten daraus bei vielen Betroffenen psychische Störungen, die bis heute nachwirken.Am 7. Oktober 2026 um 17:00 eröffnen wir dazu die Ausstellung „Wochenkinder in der DDR“ mit künstlerischen Selbsterzeugnissen ehemaliger Wochenkinder. Im anschließenden Podiumsgespräch sprechen Cordelia Grasme vom Verein „Wochenkinder“ e.V., die Künstlerin Cornelia Rank und der Journalist Fabian Schwitter miteinander.Gemeinsam mit der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V. und dem Verein „Wochenkinder“ e.V. laden wir Sie herzlich ein, einen Blick in die vergessene Welt der Wochenkinder zu werfen.Eine Veranstaltung in Kooperation von:Gedenkstätte Amthordurchgang e.V.: torhaus-gera.de„Wochenkinder“ e.V.: www.wochenkinder.deFriedrich-Ebert-Stiftung Thüringen: www.fes.de/landesbuero-thueringen.
Mittwoch, 07.10.2617:00-19:00 Uhr
Registrierung möglich bis Mittwoch, 07.10.26
Teilnahmepauschale keine
Amthordurchgang 907545 Gera
Mirko Hempel info.erfurt@fes.de
Kontaktanschrift
Friedrich-Ebert-StiftungLandesbüro ThüringenNonnengasse 1199084 ErfurtTel. 0361-598020