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Yasemin Ahi schloss ihr Bachelor- und Masterstudium am Fachbereich Öffentliche Verwaltung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Marmara-Universität Istanbul sowie an den Fachbereichen Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Trier ab. Sie gehört zu den Gründer:innen des in Deutschland ansässigen Instituts für Migrations- und Regionalforschung (IRM) und ist Mitglied des Vorstands. Seit 2007 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Istanbuler Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind soziale und lokale Demokratie sowie Frauenrechte und Migration. Sie ist Mitherausgeberin mehrerer Bücher und hat Artikel sowie Übersetzungen in verschiedenen Zeitschriften und Büchern veröffentlicht.
Engin Çatık ist kommissarischer Leiter des Berliner Landesinstituts für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) und seit fast 15 Jahren im Bildungssystem der Länder Berlin und Brandenburg tätig. In den vorangegangenen 7 Jahren stabilisierte er als Schulleiter mit der Johanna-Eck-Schule und der Friedrich-Bergius-Schule zwei krisenbelastete Integrierte Sekundarschulen in Berlin. Sein Studium absolvierte er an der Universität Potsdam und schloss es als Studienrat mit der Fächerkombination Geschichte und Lebensgestaltung–Ethik–Religionskunde (LER) ab. Er ist verheiratet und Vater von drei Söhnen.
Prof. Dr. Didem Danış lehrt am Institut für Soziologie der Galatasaray-Universität und ist Direktorin des Zentrums für Sozialforschung (TAM). Außerdem ist sie Mitbegründerin der Vereinigung für Migrationsforschung (GAR). Sie hat umfangreich zu den Themen Migrations- und Grenzpolitik in der Türkei und der Europäischen Union, Flüchtlinge, Migrantennetzwerke, städtisches Zusammenleben, hochqualifizierte Migration sowie Mobilität nach Katastrophen geforscht und veröffentlicht. In ihren jüngsten Arbeiten versucht sie zu verstehen, wie strukturelle Zwänge, lokale Bindungen und individuelle Bestrebungen die Migrationsdynamik in einer zunehmend turbulenten Welt prägen.
Hakan Demir wurde am 16. November 1984 in Çorum (Türkei) geboren und wuchs in Krefeld auf. Nach Abitur und Zivildienst beim Paritätischen Wohlfahrtsverband studierte er Politikwissenschaft, Philosophie und BWL in Trier (Magister), mit Auslandsaufenthalt in Istanbul. Seit 2012 lebt er in Berlin-Neukölln und engagiert sich in der SPD, u. a. in der LAG Migration und Vielfalt. Er war Onlinejournalist beim MiGAZIN, Geschäftsführer von DeutschPlus e.V. und in der politischen Bildung bei Dialog macht Schule tätig. Danach leitete er das Berliner Büro des Abgeordneten Karamba Diaby mit den Schwerpunkten Arbeit, Soziales und Integration. Seit 2021 ist er Mitglied des Bundestages und des Innenausschusses sowie stellvertretender innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und stellvertretender Sprecher der AG Migration und Integration. Zudem gehört er dem Fraktionsvorstand, dem Vorstand der Parlamentarischen Linken und dem Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung an.
Dr. Sabine Fandrych ist seit Juli 2021 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zwischen 2000 und 2007 war sie unter anderem Leiterin des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Angola sowie Beraterin für Organisationsentwicklung und Reintegrationspolitik bei der GIZ. Von 2007 bis 2010 leitete Dr. Sabine Fandrych das FES-Büro in Äthiopien und bei der Afrikanischen Union. Im Jahr 2010 wechselte sie als Leiterin des FES-Büros in Baden-Württemberg in den Tätigkeitsbereich der FES in Deutschland. Von 2017 bis 2021 leitete sie die Abteilung der Politischen Akademie der FES in Bonn.
Fazilet Aydan Karakas-Blutte, geboren 1959 in Istanbul, kam 1964 im Zuge der Arbeitsmigration mit Mutter und Bruder nach Kassel, wo ihr Vater bereits als Schlosser arbeitete. Nach dem Abitur 1980 studierte sie Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Migration und engagierte sich als Gründungsmitglied des ersten türkischen Frauenvereins in Kassel. Nach dem Studium arbeitete sie 20 Jahre im Jugendamt der Stadt Kassel, unter anderem in der Schulsozialarbeit und im Täter-Opfer-Ausgleich. 1986 trat sie der Gewerkschaft ÖTV, später Verdi, bei und war dort als Vertrauensfrau sowie in der Bundestarifkommission aktiv. Ab 2006 war sie im Personalrat tätig, ab 2011 als dessen Vorsitzende und ab 2012 als Gesamtpersonalratsvorsitzende der Stadt Kassel – ein Amt, das sie bis zu ihrer Altersteilzeit 2024 ausübte. Sie ist seit 45 Jahren verheiratet, hat eine erwachsene Tochter und lebt weiterhin in Kassel. Seit ihrem Renteneintritt 2025 bereist sie regelmäßig ihr Herkunftsland.
Prof. Dr. Ayhan Kaya ist Professor für Politikwissenschaft und Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls für Europäische Politik des Interkulturalismus am Institut für Internationale Beziehungen der Istanbul Bilgi Universität. Außerdem ist er Direktor des Jean-Monnet-Exzellenzzentrums, Mitglied der Türkischen Akademie der Wissenschaften (seit 2012) sowie Mitglied der British Academy (seit 2024). Er erwarb seinen Doktortitel und seinen Master an der University of Warwick in England. Vor kurzem hat er ein vom Europäischen Forschungsrat gefördertes Projekt zur Radikalisierung von Jugendlichen in Europa abgeschlossen. Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem: „Youth Radicalisation in Europe: Nativists vs. Islamists“ (London: Routledge, 2026); „Migration and the Politics of Integration“ (Schweiz: Springer IMISCOE, 2026, gemeinsam mit Karin Borevi).
Hediye Levent hat an der Gazi-Universität Journalismus studiert und begann ihre berufliche Laufbahn 2003 bei nationalen Medien in Ankara. 2008 ging sie im Auftrag der Anadolu-Agentur nach Damaskus. Seit 2011 ist Levent als freie Journalistin in Ländern wie Syrien, dem Libanon und dem Irak tätig und verfasst Berichte für internationale und nationale Medien. Außerdem ist sie Kolumnistin bei der Tageszeitung „Evrensel“. Levent betreibt zudem einen YouTube-Kanal, auf dem sie über die Entwicklungen im Nahen Osten berichtet.
Serpil Midyatli wurde 1975 in Kiel geboren. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Söhnen. Schon neben der Schule arbeitete sie im Familienbetrieb, war in der Gastronomie tätig und gründete später einen eigenen Catering-Service. Politik kam hinzu, als sie 2000 als junge Unternehmerin erstmals mit Ministerpräsidentin Heide Simonis auf einer Veranstaltung diskutierte. Sie trat in die SPD ein engagierte sich in der Kommunalpolitik. 2009 wurde Serpil Midyatli Abgeordnete im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Dort ist sie seitdem insbesondere für die Themen Integration, Familie und Arbeit verantwortlich. Seit 2024 ist sie zum zweiten Mal Fraktionsvorsitzende und Oppositionsführerin. Von 2019 bis 2026 war sie Landesvorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein. Seit 2019 ist sie stellvertretende Parteivorsitzende der SPD. Im Parteivorstand ist sie für die Themen Integration und Familie verantwortlich.
Nihat Öztürk, geboren in Antakya (Türkei), kam im Rahmen des Anwerbeabkommens nach Deutschland und arbeitete als Gießereiarbeiter und Elektroschweißer, bevor er als Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung Soziologie und Sozialökonomie studierte. Nach Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Hamburg und Dortmund arbeitete er ab 1989 bei der IG Metall Düsseldorf als Gewerkschaftssekretär und von 1996 bis 2017 als Geschäftsführer. Danach war er bis 2019 beim Vorstand der IG Metall im Ressort Migration tätig. Er setzt sich mit Fragen der Arbeitsmigration und der gewerkschaftlichen Migrationspolitik auseinander und ist in mehreren Vereinen und Initiativen bürgerschaftlich aktiv.
Sara Öztürk (sie/ihr) ist Co-Founderin des journalistischen Kollektivs MIKRASS, preisgekrönte Content-Journalistin und Kommunikationsexpertin – mit einer Mission: Alles neu machen! Sie entwickelt neue Narrative für einen zukunftsstarken Journalismus und eine lebendige Demokratie – an der Schnittstelle von Medien, Zivilgesellschaft und politischer Bildung.
Natalie Pawlik ist Staatsministerin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und seit Mai 2025 Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie Beauftragte für Antirassismus. Pawlik wurde 1992 in Wostok (Sibirien, Russland) geboren, kam mit sechs Jahren als Spätaussiedlerin mit ihrer Familie nach Deutschland und wuchs im hessischen Bad Nauheim auf. Während des Bachelor- und Masterstudiums in Geschichts- und Kulturwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und später als Büroleiterin im Wahlkreisbüro eines Europaabgeordneten tätig. Seit 2021 ist sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Von 2022 bis Mai 2025 war Natalie Pawlik Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten im Bundesministerium des Innern und für Heimat.
Annette Schlicht verantwortet den Bereich Migration und Integration im Referat Beratung und Impulse der FES in Berlin. Zuvor repräsentierte sie die Stiftung in Nepal, Tansania und Benin und arbeitete als Referentin in der internationalen Abteilung zu Migration und Entwicklung. Von 2003 bis 2016 hatte sie verschiedene Führungspositionen in der Engagement Global gGmbH inne und leitete Bildungsprogramme zu nachhaltiger Entwicklung. Sie studierte Politikwissenschaften in Berlin und Leipzig und ist Absolventin des Postgraduiertenkurs des IDOS (German Institute of Development and Sustainability).
Ebru Taşdemir studierte Publizistik und Turkologie an der FU Berlin und arbeitete als freie Autorin für verschiedene Medien. Von 2017 bis 2022 war sie Redakteurin und Chefin vom Dienst bei der taz. Sie ist Mitglied der Nominierungskommission Information und Kultur des Grimme-Preises und Kolumnistin der Reihe „100 Sekunden Leben“ im Inforadio des rbb. Zudem ist sie seit September 2025 Teil des Kuratoriums der taz Panter Stiftung. Beim Freitag ist sie derzeit Redakteurin im Politikressort.
Dr. Gülay Türkmen ist Kultursoziologin. Sie untersucht, wie kollektive Zugehörigkeit konstruiert, ausgehandelt und transformiert wird, und analysiert in historischen wie aktuellen Kontexten die symbolischen und institutionellen Mechanismen, mit denen politische Gemeinschaften Grenzen ziehen. Ihre Forschung umfasst drei Bereiche: die kulturellen Grundlagen von Zugehörigkeit (Religion, Nationalismus, Ethnizität, kollektives Gedächtnis), die räumlichen und sozialen Grundlagen mit Fokus auf Migration und Diaspora sowie die institutionellen Grundlagen kollektiver Zugehörigkeit, vor allem die Herausforderung des Nationalstaats durch digitale Technologien. Sie ist Autorin von Under the Banner of Islam: Turks, Kurds, and the Limits of Religious Unity (Oxford University Press, 2021) und zahlreicher Fachartikel. Derzeit ist sie stellvertretende Geschäftsführerin der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen und Senior Researcher am Institut für Soziologie.
Özge Uslu studierte Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Soziologie in Tübingen, Heidelberg und Istanbul. Derzeit promoviert sie an der Universität Heidelberg im Bereich Demokratietheorie und ist Promotionsstipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ehrenamtlich engagiert sie sich als stellvertretende Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland.
Frederic Werner ist Referent im Referat Naher/ Mittlerer Osten und Nordafrika der Friedrich-Ebert-Stiftung und dort u.a. zuständig für die Türkei. Zuvor war er neun Jahre Landesbüroleiter in Mecklenburg-Vorpommern und sechs Jahre im Regionalbüro Hamburg beschäftigt. Zuletzt war er vier Jahre als Referatsleiter für die Landtagsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern tätig. Er hat Geschichte, Politik und Kulturanthropologie studiert.
Serdar Yüksel ist seit 2025 direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Bochum und Vorsitzender der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages. Als Sohn türkischer Einwanderer ist seine eigene Biografie eng mit der deutsch-türkischen Migrationsgeschichte verbunden. Zuvor gehörte der gelernte Krankenpfleger von 2010 bis 2025 dem Landtag Nordrhein-Westfalen an. Im Bundestag ist er Mitglied im Ausschuss für Gesundheit sowie im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Seit vielen Jahren engagiert er sich zudem ehrenamtlich in der Wohlfahrts- und Entwicklungszusammenarbeit.