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22.01.2018

Kurzfilm „Nowhere Man“ - Pakistanische Geflüchtete in Südkorea kämpfen um Anerkennung

Familie A. ist aus Pakistan ins 6.000 km entfernte Südkorea geflohen – eine Geschichte auch über die südkoreanische Asylpolitik.

Herr A. (so nennen wir ihn) und seine Familie sind vor Repression und Gewalt aus Belutschistan (Pakistan) über 6.000 km in die südkoreanische Hafenstadt Busan geflohen. Ihre unglaubliche Geschichte macht aufmerksam darauf, dass es sowohl Fluchtbewegungen als auch bürokratische Hürden für Asylsuchende überall auf der Welt gibt.

Im Jahr 2016 haben in Südkorea über siebentausend Personen einen Asylantrag gestellt. Im Vergleich etwa zu Deutschland scheint die Zahl niedrig und völlig unproblematisch. Dennoch wurden nur achtundneunzig Personen als Flüchtlinge anerkannt. Was ist mit den anderen passiert?

Der Kurzfilm „Nowhere man“ von Regisseur Jeong Keun Kim ermöglicht einen Einblick in das Leben eines abgelehnten Asylsuchenden in Südkorea. Herr A. kam bereits im Jahr 1996 aus Belutschistan nach Südkorea. Er und seine Familie lebten 19 Jahre ohne offiziellen Status in dem fernöstlichen Land, bis sie im Jahr 2015 endlich als Flüchtlinge anerkannt wurden. Und heute? A. erzählt davon, dass er gerne in Südkorea lebt, weil er und seine Familie sich dort sicher fühlen. Er bedauert allerdings, dass er sich nicht wirklich am Leben beteiligen kann und träumt davon, eines Tages in seine Heimat zurückzukehren.

Titel: Nowhere Man
Regisseur: Kim, Jeong Keun (Korea)
Thema: Leben einer Flüchtlingsfamilie in Korea
Produktionsjahr: 2016
Dauer: 8:15

 

Kontakt : Maria Beihof, Referentin im Referat Asien und Pazifik

 

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Bild: Filmausschnitt "Nowhere Man" von FES Südkorea

Redaktion
Susan Javad
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