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Gestaltende Wirtschaftspolitik

René Bormann

Wie sichern wir Wohlstand in einer Wirtschaft im Umbruch? Gefragt ist eine gestaltende Wirtschaftspolitik, die neue Fähigkeiten aufbaut, Daseinsvorsorge stärkt und Zukunftsinvestitionen ermöglicht – resilient, innovativ und nachhaltig.

Eine Person blickt auf ein Buch, im Hintergrund sind Diagramme und Prozentzeichen dargestellt.
Urheber: picture alliance / Ikon Images | Alex Williamson (bearbeitet)

Gestaltende Wirtschaftspolitik

Bormann, René ; Beckmann, Martin ; Jirmann, Julia ; Linartas, Martyna Berenika ; Moch, Frederik ; Moritz, Florian ; Roloff, Sebastian ; Truger, Achim ; Wiedermann, Marie Luise | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., Oktober 2026

Wohlstand erneuern, Sicherheit schaffen, Teilhabe garantieren

Wohlstand erneuern, Sicherheit schaffen, Teilhabe garantieren

Deutschland verfügt über große Stärken. Doch geopolitische Konflikte, technologische Umbrüche und wachsende Abhängigkeiten setzen unser Wirtschaftsmodell unter Druck. Kostensenkungen allein reichen nicht aus. Wir müssen unsere Stärken weiterentwickeln und neue wirtschaftliche Fähigkeiten aufbauen um auch künftig Wohlstand zu ermöglichen. 

Richtung geben und Umsetzung organisieren

Neue Fähigkeiten, Produkte und Dienstleistungen brauchen ein Zusammenspiel von Forschung, Investitionen, Regulierung und Nachfrage. Dieses Zusammenspiel muss eine gestaltende Wirtschaftspolitik organisieren. Dafür erarbeitet sie zunächst im Dialog mit Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Entwicklungsziele für einzelne Sektoren. Anschließend richtet sie ihre Instrumente konsequent auf diese Ziele aus, begleitet die Umsetzung und steuert bei Bedarf nach. Gute Arbeit und Mitbestimmung gehören von Anfang an dazu.

Daseinsvorsorge als wirtschaftliche Grundlage weiterentwickeln

Leistungsfähige Infrastrukturen und eine verlässliche Daseinsvorsorge ermöglichen wirtschaftliche Fähigkeiten: Energie, Verkehrswege und digitale Netze tragen Produktion und Innovation; Bildung, Betreuung und Pflege stärken Erwerbsfähigkeit und Teilhabe. Diese wirtschaftliche Funktion muss stärker zum Maßstab ihrer Weiterentwicklung werden. So fördern wir wirtschaftliche Dynamik und gesellschaftliche Entwicklung.

Staatliche Handlungsfähigkeit stärken

Dafür braucht es einen Staat, der planen, koordinieren und umsetzen kann: mit einer leistungsfähigen, serviceorientierten Verwaltung und einer Finanzpolitik, die notwendige Mittel bereitstellt, Zukunftsinvestitionen ermöglicht und Lasten gerecht verteilt.

René Bormann
Referent für Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Abteilung Analyse, Planung und Beratung der Friedrich-Ebert-Stiftung

Martin Beckmann
Referent für Dienstleistungspolitik im Bereich Politik und Planung der ver.di-Bundesverwaltung

Julia Jirmann
Geschäftsführerin & Referentin für Steuerrecht und Steuerpolitik beim Netzwerk Steuergerechtigkeit

Martyna Linartas
Politikwissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin, Co-Gründerin von Ungleichheit.info und Herausgeberin des Wirtschaftsmagazins Surplus

Frederik Moch
Abteilungsleiter Struktur-, Industrie- und Dienstleistungspolitik beim DGB-Bundesvorstand

Florian Moritz
Abteilungsleiter Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik beim DGB-Bundesvorstand

Sebastian Roloff, MdB
Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

Achim Truger
Professor für Sozioökonomie mit Schwerpunkt Staatstätigkeit und Staatsfinanzen an der Universität Duisburg-Essen sowie Mitglied des Sachverständigenrates Wirtschaft

Marie Luise Wiedermann
Referentin für Klima, Energie, Industrie und Innovation beim SPD-Parteivorstand


Kontakt

Abteilung Analyse, Planung und Beratung

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