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Fokussierung, Souveränität und neue Wertschöpfung

Die Autor:innen zeigen industrie- und wirtschaftspolitische Strategien für Deutschland auf und setzen dafür klare Prioritäten

Zwei ineinandergreifende Zahnräder in Nahaufnahme
Urheber: picture alliance/Westend61/Tom Chance

Fokussierung, Souveränität und neue Wertschöpfung

Agethen, Christian ; Albrecht, Carolin ; Digulla, Frederik ; Dullien, Sebastian ; Losse-Müller, Thomas ; Südekum, Jens ; Weizsäcker, Jakob von | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., Oktober 2026

eine industrie- und wirtschaftspolitische Strategie für Deutschland

Eine industrie- und wirtschaftspolitische Strategie für Deutschland
 

Aus unseren Stärken neue Wertschöpfung schaffen
Deutschland hat die Kraft, seinen Wohlstand zu erneuern: innovative Unternehmen, qualifizierte Beschäftigte und exzellente Forschung. Doch geopolitische Konflikte, neue Wettbewerber und technologische Umbrüche setzen unser Wirtschaftsmodell unter Druck. Zu oft wird aus unserem Wissen Wertschöpfung anderswo. Wenn wir unsere Kräfte bündeln und gezielt investieren, können wir ein neues Wachstumsmodell entwickeln.

Stärken ausbauen, Chancen nutzen
Dafür brauchen wir vier Pfeiler: unsere industriellen Stärken weiterentwickeln, Innovationen im europäischen Binnenmarkt schneller zur breiten Anwendung bringen, künstliche Intelligenz konsequent nutzen und die Elektrifizierung beschleunigen. So entstehen neue Chancen für Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze.

Öffentliche Mittel gezielt einsetzen
Industriepolitik und Förderung müssen sich auf drei Bereiche konzentrieren: Wachstumsfelder, in denen wir neue Marktanteile gewinnen können; eine europäisch organisierte Sockelproduktion für die Versorgungssicherheit; und strategische Schlüsselpositionen, etwa bei Maschinen für die Chipproduktion. Wo unsere Technologien für andere unverzichtbar sind, wächst unsere Verhandlungsmacht.

Europäisch handeln, Resilienz stärken
Resilienz muss zum festen Bestandteil aller Politikbereiche werden. Neue und vertiefte Partnerschaften sowie ein selbstbewusster Umgang mit den USA und China sichern unser Wirtschaftsmodell geoökonomisch ab. Gemeinsam können wir in Europa Abhängigkeiten verringern und unsere Zukunft gestalten.

Christian Agethen
Stellvertretender Abteilungsleiter im Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft des Saarlandes 

Carolin Albrecht
Managing Director beim Berlin Global Dialogue 

Frederik Digulla 
Lead Advisor bei der Stiftung Klimaneutralität 

Prof. Dr. Sebastian Dullien
Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung 

Thomas Losse-Müller 
Direktor der Stiftung Klimaneutralität 

Prof. Dr. Jens Südekum 
Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; 
persönlicher Beauftragter des Bundesministers der Finanzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung – Bundesministerium der Finanzen (BMF) 

Jakob von Weizsäcker 
Minister der Finanzen und für Wissenschaft des Saarlandes


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Abteilung Analyse, Planung und Beratung

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