Pressemitteilung Erbschaftsteueruhr hat 100 Milliarden-Marke geknackt 20.04.2026 100 Milliarden Euro – diese Summe ist dem deutschen Fiskus seit 2009 entgangen. Und sie wächst weiter. Der Grund: Steuerprivilegien für Überreiche. Das zeigen neueste Berechnungen der „Erbschaftsteueruhr“. Erbschaftsteueruhr hat 100 Milliarden-Marke geknackt 100 Milliarden Euro – diese Summe ist dem deutschen Fiskus seit 2009 entgangen. Und sie wächst weiter. Der Grund: Steuerprivilegien für Überreiche. Das zeigen neueste Berechnungen der „Erbschaftsteueruhr“.Die Erbschaftsteueruhr zeigt fortlaufend die Summe der Steuereinnahmen, welche dem deutschen Fiskus seit der Erbschaftsteuerreform von 2009 entgangen sind. Die Zählung basiert auf dem Subventionsbericht der Bundesregierung. Pro Jahr sind das im Schnitt 8,8 Milliarden Euro an Steuereinnahmen, die verloren gehen, weil Überreiche bei Erbschaften und Schenkungen massiv begünstigt werden. Bei der aktuellen Ausgestaltung der Erbschaftsteuer handelt es sich demnach um die größte aller Steuersubventionen. Entgangene Einnahmen entsprechen Jahresgehältern für zwei Millionen PflegekräfteÜberreiche zahlen in Deutschland wenig bis gar keine Steuern auf das von ihnen geerbte Vermögen. Denn es gibt umfangreiche Ausnahmen und Schlupflöcher speziell für überreiche Unternehmenserb:innen. Dieses Geld fehlt dem Fiskus unter anderem für die Finanzierung öffentlicher Güter, Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur. Mit den entgangenen Einnahmen könnte man so zum Beispiel mehr als zwei Millionen Stellen für Pflegekräfte finanzieren, mehr als 500.000 Sozialwohnungen oder neun Jahre lang den öffentlichen Nahverkehr für alle in Form eines 9-Euro-Tickets ermöglichen.Ungleiche Vermögensverteilung schadet Wirtschaft und GesellschaftAußerdem wird durch die Ausnahmen für Überreiche die schon jetzt ungleiche Vermögensverteilung noch verstärkt. Die reichsten 10 Prozent der Gesellschaft erhalten heute schon die Hälfte aller Erbschaften und Schenkungen. Und wer groß erbt oder beschenkt wird, zahlt niedrigere Steuersätze als jemand, der kleinere Summen erhält. Das kann unsere Gesellschaft spalten und schadet der Wirtschaft. Eine gerechte Erbschaftsteuer wirkt dem entgegen.Die Erbschaftsteueruhr ist ein Kooperationsprojekt von DGB, Bürgerbewegung Finanzwende, Netzwerk Steuergerechtigkeit, taxmenow, Ungleichheit, Ver.di und der Friedrich-Ebert-Stiftung.Die digitale Erbschaftsteueruhr und weitere Informationen zum Thema Erbschaftsteuer finden Sie hier auf der Website. _____________________________________________________ Johannes Damian, Leiter Presse und Präsentation, Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin, Telefon +49 (0)30 26935-7038, Mobil +49 (0)1522 1570 426, presse(at)fes.de, Presse-Newsletter abonnierenWir gestalten Soziale DemokratieSeit 1925.www.FES.de l X l Facebook l Instagram l YouTube l LinkedIn l TikTok l Bluesky