Studie: Ein BAföG für das 21. Jahrhundert

Perspektiven für die Weiterbildung

Das BAföG feiert 2021 seinen 50. Geburtstag. Seit 1971 konnten Generationen von Studierenden vom Bundesausbildungsförderungsgesetz profitieren. Mehr als fünf Millionen Studierenden hat es den Zugang zur Hochschule ermöglicht. Dabei ist das BAföG kein starres System, mittlerweile ist seine 26. Novelle in Kraft. Mit den letzten Änderungen wurde auf gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen reagiert. Unter anderem sind seit August 2019 der Förderhöchstsatz, der Wohnzuschlag sowie die Einkommensfreibeträge der Eltern gestiegen.

Lebensbegleitendes Lernen in einer digitalisierten Arbeitswelt

Über diese punktuellen Verbesserungen hinaus ist jedoch eine breitere Reform des BAföG erforderlich: Digitalisierung und Strukturwandel verändern die Bildungs- und Arbeitswelt. Die Biografien des 21. Jahrhunderts machen lebensbegleitendes Lernen erforderlich und der Weiterbildung kommt eine immer größer werdende Bedeutung zu. Trotzdem bleibt das BAföG in seiner derzeitigen Form auf die berufliche (Erst-)Ausbildung ausgerichtet. Weder Zweit- noch Teilzeitstudiengänge werden gefördert. Ältere Studierende sind durch starre Altersgrenzen generell vom BAföG-Bezug ausgeschlossen.

Perspektiven-BAfög: Vorschlag für eine neue Weiterbildungskultur

Mit dem „Perspektiven-BAföG“ entwickeln Michael Cordes und Dieter Dohmen ein Modell, das neue Zielgruppen einschließt und mehr Möglichkeiten zur universitären Weiterbildung eröffnet. In der vorliegenden Studie zeigen sie die bestehenden Regelungen und damit verbundene Förderlücken auf. Mithilfe von Szenarienberechnungen ermitteln sie den Förderbedarf sowie die finanziellen Auswirkungen der Reformvorschläge. Damit leisten sie einen Beitrag in der politischen und gesellschaftlichen Debatte, die derzeit über die Förderung und Finanzierung einer neuen Weiterbildungskultur geführt wird.

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martin.pfafferott(at)fes.de

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