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Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika

Algerien

Algerien, das flächenmäßig größte Land Afrikas, ist eines der wenigen Länder der Region, an denen die Umbrüche des „Arabischen Frühlings“ weitgehend vorübergegangen sind. 2014 wurde bei den Präsidentschaftswahlen der gesundheitlich angeschlagene Präsident Abdelaziz Bouteflika von der Front de Libération Nationale (FLN) für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Eine radikale Kursänderung in der Politik der algerischen Regierung ist nicht zu erwarten, trotz Verfassungsänderungen, die im Februar 2016 verabschiedet wurden sowie Reformen des Geheimdienstes.

Die Unzufriedenheit mit den Lebensbedingungen und dem politischen System innerhalb der Bevölkerung sind weiterhin groß. Gut zwei Drittel der Algerier sind unter 30, mehr als die Hälfte ist ohne Arbeit. Algerien erwirtschaftet 60 Prozent seines Einkommens aus dem Öl- und Gasverkauf, der 98 Prozent des Gesamtexportes ausmacht. Diese starke Abhängigkeit sowie ein fehlendes Konzept zur wirtschaftlichen Diversifizierung machen das Land besonders vulnerabel. Algerien steht vor großen sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, insbesondere aufgrund der wachsenden sozialen Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft sowie der seit 2015 stark fallenden Preise für Öl und Gas. Hinzu kommt, dass die Sicherheitskrise und die politische Instabilität in den Nachbarländern, vor allem in Libyen und Mali, einen direkten Einfluss auf die Sicherheitslage in Algerien haben. Terroristische Bedrohungen an den Grenzen des Landes nehmen stark zu.

In dieser ambivalenten Ausgangssituation liegen die Möglichkeiten der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), ihr Engagement in Algerien fortzusetzen und weiter auszubauen. Die FES ist mit kurzen Unterbrechungen seit 2002 mit einem Büro im Land vertreten. Auf der Grundlage einer wechselvollen Projektgeschichte, aber auch von langjährigen Partnerschaften, hat die Stiftung Vertrauen aufgebaut und ein Netzwerk geschaffen, das die Begleitung und Stimulation der entscheidenden Diskussionen über die Entwicklung des Landes auch für die nächsten Jahre ermöglicht.

Die FES legt die Schwerpunkte ihrer Arbeit in Algerien auf die Unterstützung der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe von Jugend und Frauen – mit dem Programm Réseau Algérien de Jeunes Engagés und der Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem Collectiveféministe in Algier und Oran – sowie auf die Förderung von Debatten um nachhaltige, sozial gerechte und umweltfreundliche Wirtschaftsentwicklung und regionale Integration im Maghreb. Der regionale Erfahrungsaustausch wird dabei besonders unterstützt.

Erfahren Sie mehr auf der Seite des Landesbüros.

Publikationen zu Algerien

Le retour des femmes maghrébines des zones de tension

Tunis, 2021

Publikation herunterladen (43 MB PDF-File)


[Return of Maghrebian women from the hotbeds of tension]

Tunis, 2021

Publikation herunterladen (38 MB PDF-File)


Return of Maghrebian women from the hotbeds of tension

Tunis, 2021

Publikation herunterladen (40 MB PDF-File)


Méthodologie de la recherche scientifique pour les organisations de la société civile

Responses pratiques à des questions essentielles
Algier, 2021

Publikation herunterladen (340 KB, PDF-File)


Gestion financiére pour les organisations de la société civile

Responses pratiques à des questions essentielles
Algier, 2021

Publikation herunterladen (260 KB, PDF-File)


Referat Naher/ Mittlerer Osten und Nordafrika

Svenja Bode

Friedrich-Ebert-Stiftung
Hiroshimastraße 28
10785 Berlin

030/ 269 35- 7468

030/ 269 35- 9233

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Dr. Friederike Stolleis
Friedrich-Ebert-Stiftung
4, rue Bachar Ibn Bord
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00 216 / 71 775 343

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