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Zum Arbeiten, Studieren oder Forschen aus aller Welt vor 1990 in die DDR oder die Bundesrepublik gekommen, haben Menschen mit Einwanderungsgeschichte eine besondere Perspektive auf die Deutsche Einheit. Für viele ist sie ein Wendepunkt in ihrer Biografie, für andere verknüpfen sich darin Geschichten ihres Herkunftslandes mit Deutschland. Nicht wenige haben die turbulente Zeit vor 30 Jahren aktiv mitgestaltet. Damals und heute - Identifikation und Solidarität verbinden sich in Gesprächen der Friedrich-Ebert-Stiftung mit sieben engagierten Persönlichkeiten zu einem Kaleidoskop, das eine andere Sichtweise auf diese Wegmarke deutscher Geschichte erlaubt.
Aktueller Ansprechpartner zum Thema „Migration und Teilhabe“ Florian Dähneflorian.daehne(at)fes.de 030 - 269 35 7326
Projektverantwortung in 2020/2021: Annette Schlicht und Nele Lämmer
Mit dem Projekt Verbindungsstücke trifft Susan Zare auf Deutsche, die wie sie zwischen Kulturen leben, und fühlt gemeinsam mit ihnen in eines der prägendsten Ereignisse der jüngeren Geschichte.
Moderatorin, Sprecherin und Journalistin
Als Tochter einer Saarländerin und eines Iraners schlägt ihr Herz für beide Kulturen. 1991 tief im Westen, an der Grenze zu Frankreich geboren und aufgewachsen, schien das Ereignis der Deutschen Einheit in weiter Ferne.
Audio und Videoproduzent
Ihn hat das Projekt „Verbindungsstücke“ berührt, gerade weil die Deutsche Einheit vor 30 Jahren für ihn nie ein greifbares Thema war. Mit der Begegnung mit den Protagonisten bundesweit, die in ihrer Unterschiedlichkeit dennoch alle für Zusammenhalt und ein vereintes Europa stehen identifiziert er sich sehr. Als Grieche und Deutscher, sieht er sich vor allem als Europäer.
Politikerin. Gewerkschaftlerin. Personalrätin. Das ist Irena Rudolph-Kokot. Sie wurde 1973 in Moskau geboren. In ihrer Jugend erlebte sie den Kontrast zwischen der DDR und der Sowjetunion. An dem Ort der friedlichen Revolution fühlen wir noch einmal in den Spirit der Vergangenheit - und sprechen auch über soziales Engagement.
Dr. Maria de Jesus dos Santos Duran Kremer ist ein Multitalent: Politikerin, Dolmetscherin, promovierte Archäologin - und engagiert sich seit Jahren im Bereich Integration. Für sie bedeutet Identifikation Portugiesin, Spanierin, Deutsche und - „Trierin" zu sein. Zur Zeit der Wende war sie Simultan-Dolmetscherin in der portugiesischen Kabine des Europa-Parlaments und hat den Prozess zur Deutschen Einheit hautnah erlebt.
Antonis Polemitis ist 1943 in Paphos/Zypern geboren und lebt seit 1961 in Deutschland. Er reiste ein, um Elektrotechnik zu studieren. Seine Leidenschaft gilt dem traditionellen Instrument Bouzouki. Mit der Symbolfigur des Widerstands gegen die Militärdiktatur in Griechen land Mikis Theodorakis ging er gemeinsam auf Tournee. Im Rosengarten von Neuss spricht er über Nikosia, die letzte geteilte Hauptstadt Europas.
Dr. Yasser Sabek erlebt als Politiker in Berlin schon lange keine Grenzen mehr zwischen Ost und West. Bei Ausgrabungen in Ägypten knüpfte er Freundschaften zu DDR-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und machte sich ab November 1990 als Archäologie- Student auf nach Berlin. Er zieht Verbindungen zu seiner Kindheit in Ägypten - und einer ganz eigenen Perspektive auf Brücken und Mauern.
Auf fast 30 Jahre blickt Stojan Gugutschkow als Leiter des Referates für Migration und Integration in Leipzig zurück. Im Mai 1990 startete er als erster kommunaler Ausländerbeauftragter der östlichen Bundesländer. Er selbst ist in Bulgarien geboren und kam 1977 zum Germanistikstudium in die DDR. Im Johannapark in Leipzig, ganz in der Nähe seines Arbeitsplatzes am Rathaus, sprechen wir über Jahre des Umbruchs.
In dieser Folge sprachen wir mit Dr. Hussein Jinah. Als Weltenbürger mit indischen Wurzeln kam Dr. Hussein Jinah in die DDR um Elektrotechnik zu studieren. Seit den 80er Jahren beobachtet er wachsenden Rassismus und ist nach der Wiedervereinigung selbst Opfer rassistischer Gewalt geworden. Dennoch engagiert er sich für seine Stadt Dresden ob als Streetworker, als erster Anti-Pegida-Demonstrant oder als Vorsitzender des Integrations- und Ausländerbeirates. Und er hat einen Traum: Ein Dresden, in der die heute schon existierende Vielfalt von allen anerkannt wird.
In dieser Folge sprachen wir mit Nomazulu Thata. Sie ist Autorin, Ingenieurin und Aktivistin und hat einen besonderen Blick auf ihre Zeit in der DDR. Sie sagt, für sie war es der Himmel auf Erden. Sie wurde 1957 als viertes von acht Kindern im heutigen Simbabwe geboren und durchlebte eine schwere Kindheit, bis sie nach ihrer Flucht nach Sambia 1979 durch ein Stipendium der DDR nach Leipzig einreiste. Neben ihrem Ingieneursstudium galt ihre Aufmerksamkeit Immer dem politischen Aktivismus. Ihre Themen: Frauenrechte, Kinder und Politik im südlichen Sahara Afrika. Mittlerweile ist sie in Bremen angekommen.