Frieden und Sicherheit

Männer beim Bäume pflanzen als Teil der "UNMISS" im Südsudan
Urheber: UN Photo/Nektarios Markogiannis

Die Afrikanische Friedens- und Sicherheitsarchitektur (APSA) steht angesichts von Militärputschen im Sahel und wachsender Instabilität im Horn von Afrika vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig verändern globale Machtverschiebungen und eine zunehmende Multipolarität die Rahmenbedingungen für Frieden und Sicherheit auf dem Kontinent. Für viele afrikanische Staaten eröffnet dies neue Handlungsspielräume und vielfältigere Partnerschaften. Afrikanische Akteure setzen zunehmend auf eine diversifizierte Zusammenarbeit mit unterschiedlichen internationalen Partnern (Multi-Alignment). Dabei gewinnen sogenannte Middle Powers an Bedeutung, da sie ihre politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Beziehungen zu afrikanischen Staaten ausbauen. Diese Akteure tragen zu einer stärkeren Diversifizierung internationaler Partnerschaften bei und erweitern die außen- und sicherheitspolitischen Optionen afrikanischer Staaten.

Aus sozialdemokratischer Perspektive steht dabei im Mittelpunkt, wie sich Sicherheitskooperation auf Menschen auswirkt. Transparenz, zivile Kontrolle sowie die Einbindung von Zivilgesellschaft sind zentrale Voraussetzungen für nachhaltige Friedenspolitik. Regionale Dialogformate wie im Horn von Afrika, in Westafrika und im Sahel fördern Austausch, Vertrauen und gemeinsame Lösungen. Die FES koordiniert ihre sicherheitspolitische Arbeit durch das Kompetenzzentrum Frieden und Sicherheit in Dakar. 

Kriege, autoritäre Regime und die Folgen der Klimakriese sind zentrale Ursachen für Flucht und Migration in Afrika. Die meisten Geflüchteten bleiben innerhalb ihrer Herkunftsregionen, was Nachbarstaaten vor Herausforderungen stellt. Mit dem African Migration Policy Centre in Addis Abeba widmet sich die FES den damit verbundenen Themen Mobilität, Freizügigkeit und (legaler) Migration. Durch Dialoge und Beratung wird ein besserer, faktenbasierter Austausch zu Migration gefördert – sowohl in Afrika als auch in Europa.

Weitere Informationen zur internationalen Arbeit der FES im Bereich Frieden und Sicherheit finden Sie in unserem Themenportal “Die Welt gerecht gestalten”.


Publikationen

Faces of religious radicalization in African carceral spaces

Faye, Sylvain | Dakar-Fann : Friedrich-Ebert-Stiftung Peace and Security Centre of Competence Sub-Saharan Africa, 2017

Persistance de la crise en République Centrafricaine

Beninga, Paul-Crescent ; Manga Essama, Déflorine Grâce ; Mogba, Zéphirin Jean Raymond | Yaoundé : Friedrich Ebert Stiftung, 2017

comprendre pour agir

Le conflit Boko Haram au Cameroun

Ntuda Ebode, Joseph Vincent ; Bolak Funteh, Mark ; Mbarkoutou Mahamat, Henri ; Nkalwo Ngoula, Joseph Léa | Yaoundé : Friedrich Ebert Stiftung, December 2017

pourquoi la paix traîne-t-elle?

The Boko Haram conflict in Cameroon

Ntuda Ebode, Joseph Vincent ; Bolak Funteh, Mark ; Mbarkoutou Mahamat, Henri ; Nkalwo Ngoula, Joseph Léa | Yaoundé : Friedrich Ebert Stiftung, December 2017

why is peace so elusive?

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