• Rückblick

So Close and Yet so Far: Mexiko und die USA, 12. September 2019, Tübingen – Vortrag und Diskussion, in Kooperation mit dem d.a.i.

Durch Handel und Migration sind Mexiko und die USA, so eng miteinander verbunden, dass Außen- und Innenpolitik kaum noch voneinander getrennt werden können – so die Analyse von Günter Maihold, stellvertr. Direktor der Stiftung für Wissenschaft und Politik in Berlin. Wobei selbst für den "Koloss USA" durch seine hohen Direktinvestitionen in Mexiko wirtschaftliche Nachteile erleidet. Die defensive Reaktion Mexikos erklärte Maihold mit dem grundsätzlichen Desinteresse der mexikanischen Regierung an Außenpolitik und der naturgemäßen größeren Verwundbarkeit Mexikos, welches auf unbequeme Positionen immer unmittelbare Reaktionen gegen seine in den USA lebenden Landeskinder befürchten muss. Besonderen Handlungsspielraum sah Maihold auf der lokalen Ebene: Die grenzübergreifenden Zwillingsstädte haben konkrete kommunale Themen, die - pragmatisch - gelöst werden müssen und die den grenzübergreifenden Austausch am Leben erhalten.  Grade die Einwanderungspolitik weist viele Parallelen zur Situation in Deutschland auf – ein Aspekt, der von den Teilnehmenden in der Diskussion aufgegriffen wurde.

Tübingen
freie Plätze

So Close and Yet so Far: Mexiko und die USA

Veranstaltungsnummer: 239030als .ics herunterladen

Der asymmetrische Charakter der Beziehungen zwischen Mexiko und den USA ist durch die jüngste Welle von Drohungen und Sanktionen aus Washington erneut deutlich geworden: Der NAFTA Partner Mexiko wird in der Politik von Donald Trump sowohl in Fragen des Handels, der Migration, Drogenpolitik und der Grenzkontrolle nicht mehr auf Augenhöhe behandelt. Verunglimpfungen und Erniedrigungen gegenüber Bürger*innen aus dem Nachbarland bestimmen den beginnenden US-Wahlkampf. Mit Deportationen wird eine zusätzliche Belastung für das beiderseitige Verhältnis geschaffen, der Nationalstolz Mexikos weiter gekränkt. Wie kann das komplexe Verhältnis USA-Mexiko noch produktiv entwickelt werden und welche Alternativen bleiben Mexikos Präsidenten und seinen Bürger*innen in den USA?

Prof. Dr. Günther Maihold ist stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und Inhaber des Sonderlehrstuhls Alexander und Wilhelm v. Humboldt am Colegio de México und der UNAM/ México.

In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen


Termin

Donnerstag, 12.09.19
19:15-20:45 Uhr

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Deutsch-Amerikanisches Institut (DAI)

Karlstr. 3 D
72072 Tübingen

Ansprechpartner_in

Anja Dargatz

Kontaktanschrift

Fritz-Erler-Forum
Werastr. 24
70182 Stuttgart
Tel. 0711-24839440, Fax 0711-24839450
www.fes.de/de/fritz-erler-forum/

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