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Netzwerke des Widerstands

Konservativer und gewerk­schaftlicher Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Neue Forschungen zu Carl F. Goerdeler und Wilhelm Leuschner

Den Verbindungen zwischen konservativem und gewerkschaftlichem Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Neuere Arbeiten machen jedoch deutlich, dass trotz der unterschiedlichen politischen und sozialen Hintergründe das Netz der Verbindungen weitaus größer und intensiver war als angenommen. Aus diesem Grund werfen wir auf dieser Tagesveranstaltung einen aktuellen Blick auf die Netzwerke des Widerstands. Entlang der Persönlichkeiten Carl Friedrich Goerdelers und Wilhelm Leuschners diskutieren wir über die Entstehungsgeschichte und die Motive der Zusammenarbeit, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die gegenseitige Beeinflussung der Zukunftspläne nach der erhofften Beseitigung des Nationalsozialismus.

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung mit der Carl und Anneliese-Goerdeler-Stiftung, der Gedenktstätte Deutscher Widerstand und der Wilhelm-Leuschner-Stiftung.

Programm – 5. November 2021, Berlin

14:30

Ankommen

15:00

Begrüßung und Einführung

  • Anja Kruke, Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Rainer Goerdeler, Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung
15:20

Carl F. Goerdeler und die Gewerkschaften

  • Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein (Militärhistorisches Museum Dresden): Carl Goerdeler und Wilhelm Leuschner als zentrale Akteure im Netzwerk vom 20. Juli 1944
  • PD Dr. Ekkehard Klausa (Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin): Der Platz der Gewerkschaften in C. F. Goerdelers politischer WeltModeration: Gemma Pörzgen (Journalistin, Berlin)
  • Moderation: Gemma Pörzgen (Journalistin, Berlin)
16:50

Pause

17:20

Wilhelm Leuschner und der konservative Widerstand

  • Wolfgang Hasibether (Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth): Wilhelm Leuschner 1933 bis 1944 – Brückenbauer zum konservativen Widerstand gegen das NS-Regime
  • Dr. Stefan Heinz (Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin): Aktuelle Forschungen über den gewerkschaftlichen Widerstand gegen den NS-Staat – Verbindungen von sozialdemokratischen Gewerkschaftern zu Konservativen
  • Moderation: Gemma Pörzgen (Journalistin, Berlin)
18:50

Abschlussrunde

19:10

Ausklang

20:00

Ende der Veranstaltung

Ansprechpartner_innen

Verantwortlich
PD Dr. Stefan Müller

Organisation
Heike Voos

Veranstaltungsort

Friedrich-Ebert-Stiftung

Konferenzsaal 1

Hiroshimastraße 17

10785 Berlin

Anmeldung

Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung, auch für Begleitpersonen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Bei Fragen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich bitte im Vorfeld an Heike Voos.

Moderation


Gemma Pörzgen

Gemma Pörzgen, Journalistin, Chefredakteurin der Fachzeitschrift "Ost-West. Europäische Perspektiven" und ehrenamtlich im Vorstand von "Reporter ohne Grenzen" tätig. Ihr Großvater war der christliche Gewerkschafter und Widerstandskämpfer Heinrich Körner. In Berlin organisierte sie vor der Pandemie mit Hans Coppi ehrenamtlich einen Kreis von Angehörigen früherer Widerstandskämpfer.

Auf dem Podium zu Gast


Linda v. Keyserlingk-Rehbein

Dr. phil., promovierte in Potsdam mit einer Arbeit zum Netzwerk des 20. Juli 1944. Sie ist Kuratorin am Militärhistorischen Museum in Dresden und Leiterin der dortigen Dokumentensammlung. Sie verantwortete Sonderausstellungen zum 20. Juli 1944 und publiziert seit vielen Jahren zum Widerstand gegen den National-sozialismus.

Eckkehard Klausa

Dr. jur und Privatdozent für Soziologie, Regierungsdirektor in der Senatskanzlei a. D., ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Forschungsstelle Widerstandsgeschichte der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der FU Berlin. Hauptinteressengebiet: Konservativer Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Wolfgang Hasibether

Dipl.-Sozialwirt, DGB-Kreisvorsitzender, Publizist und Berater für Mitbestimmungsgremien, seit 2002 geschäftsführender Vorsitzender der Wilhelm-Leuschner-Stiftung. Zahlreiche Publikationen zur Gewerkschaftsgeschichte.

Stefan Heinz

Dr. phil., wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand; Mitherausgeber der Buchreihe "Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration" im Metropol Verlag.

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