Fritz-Erler-Forum

Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen

Bild: von FES Baden-Württemberg 

Baden-Württemberg für Toleranz und Menschlichkeit

Die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen" des Fritz-Erler-Forums Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung, zeigt die Gefahren auf, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde ausgehen. Sie stellt die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten und Einstellungen dar und zeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können.

16 Tafeln zeigen die Grundlagen unserer Demokratie, die Abgründe des Rechtsextremismus und die Übergänge dazwischen. Immer mit Blick auf die Situation in Baden-Württemberg.

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht ein Tisch.

Der Tisch ist ein Ort der Kommunikation, um den sich Menschen versammeln. Familienmitglieder berichten einander ihren Tag, Konferenzen werden abgehalten, Argumente ausgetauscht. Er ist aber auch Studienort, auf dem die Zeitung ausgebreitet, Bücher aufgeschlagen und Dinge abgelegt werden.

Dieser Tisch könnte überall stehen.

Vielleicht war es ein solcher Tisch, an dem am 20.12.2003 Leonhard S. saß, bevor er mit Freunden nach Heidenheim aufbrach. Dort erstach er noch am selben Tag die drei jungen Aussiedler Waldemar, Aleksander und Viktor. Vielleicht werden auch an einem solchen Tisch die rechtsradikalen Inhalte der Bücher des Tübinger Grabert-Verlages verfasst oder es wird an einem solchen Tisch, irgendwo in Baden-Württemberg, bei mehreren Bieren den Vorurteilen gegen Migrant_innen freien Lauf gelassen.

Vielleicht sitzen an diesem Tisch aber auch Menschen, die derartigen Vorurteilen etwas entgegen setzen, oder Menschen, die in Projekten und Initiativen planen, wie man sich gegen Rassismus und Gewalt und für Demokratie und Menschlichkeit engagieren kann.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung breitet nun auf ihrem Ausstellungstisch Informationsmaterialien zum Thema Rechtsextremismus aus, denn Informationen sind für ein Engagement gegen Rechtsextremismus genauso wichtig wie das Bewusstsein für das demokratische Fundament unserer Gesellschaft.

Die Ausstellung

Bild: von FES Baden-Württemberg 

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung weist auf die Gefahren hin, die vom Rechtsextremismus für demokratische politische Systeme und die in ihnen lebenden Menschen ausgehen und informiert über die verschiedenen Facetten des Rechtsextremismus – immer mit speziellem Fokus auf die Entwicklung in Baden-Württemberg. Es werden die Grundlagen für rechtsextreme Einstellungen und das dazugehörige Verhalten dargestellt und aufgezeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder und Argumentationsweisen annehmen können. Dabei wird der Bogen von rechtsextremen Einstellungen über das Engagement in rechtsextremen Organisationen und Parteien bis hin zur rechtsextrem motivierten Straftat geschlagen.

Ein besonderer Fokus liegt im letzten Teil der Ausstellung im Aufzeigen von Möglichkeiten eines Engagements gegen Rassismus und Gewalt – für Demokratie und Menschlichkeit. Die Ausstellung regt an, über eigene Einstellungen nachzudenken und die des eigenen Umfeldes zu hinterfragen. Denn jede und jeder kann etwas gegen Diskriminierung, Rassismus und Gewalt tun. Die Achtung der Menschenwürde und der Erhalt von Demokratie sind auf die Unterstützung Aller angewiesen.

Gliederung der Ausstellung in 16 Tafeln

1. Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen
2. Warum eigentlich Demokratie?
3. Demokratie in Gefahr
4. Rechtsextremes Weltbild
5. Rechtsextreme Einstellungen und Verhalten
6. Rechte Aktivitäten in Baden-Württemberg
7. Todesopfer rechter Gewalt seit 1990
8. Rechtsextreme Parteien
9. Rechtspopulismus
10. Ist Europa auf dem "rechten" Weg?
11. Vom Rand zur Mitte
12. Erlebniswelt Rechtsextremismus
13. Rechtsextreme Jugendszene
14. Frauen in der rechten Szene
15. Was tun bei Stammtischparolen?
16. Was tun? Was tun!

Zur Ansicht der Tafeln

wie z.B. die neuesten themenbezogenen Publikationen der Stiftung

Verleih-Infos und Konditionen

Sie würden die Ausstellung gerne bei Ihnen vor Ort anbieten?

Hier finden Sie Informationen wie das geht.

 

Wer kann die Ausstellung ausleihen?

Die Ausstellung kann von Institutionen, Schulen, Vereinen, Initiativen, Rathäusern etc. entliehen werden. Im Grundsatz gilt: Je früher Sie sich bei uns melden, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Ausstellung zu dem von Ihnen gewünschten Termin verfügbar ist.

In Einladungen, Presseinformationen und Plakaten ist auf den Herausgeber: Fritz-Erler-Forum, Landesbüro Baden-Württemberg der Friedrich-Ebert-Stiftung hinzuweisen. Logos und Fotos stellen wir gerne zur Verfügung.

 

Für wen ist die Ausstellung geeignet?

Die Ausstellung eignet sich für Einzelpersonen, Schulklassen und Gruppen ab 14 Jahren.

 

Anlieferung/Aufstellen/Abholung

Die Ausstellung selbst wird in drei Kartons von einem Logistikunternehmen angeliefert (1m hoch x 30cm breit x 40cm lang, je ca. 18 kg). Die 16 Roll-Up Banner sind jeweils einzeln in Taschen verpackt. Dort werden sie herausgehoben, auseinandergezogen, aufgestellt, fertig. 3-5 Personen benötigen für den Aufbau max. 15min. Vor der Abholung sind die Banner wieder entsprechend zu verpacken. Koordination & Kosten des Transports werden von der FES übernommen.

 

Ausleihdauer und Reservierung

Die Ausstellung sollte mindestens zwei Wochen und längstens vier Wochen vor Ort aufgestellt sein. Da die Ausstellung auf breites Interesse stößt, sollten Sie so früh wie möglich einen Termin mit uns vereinbaren.

 

Ansprechpartner_in vor Ort

Die Leihnehmer_innen nennen der FES eine/n Ansprechpartner_in, der/die für die Dauer der Ausstellung zuständig ist und für Rückfragen zur Verfügung steht.

 

Publikationen und Plakate

Verfügbare Publikationen der Friedrich-Ebert-Stiftung rund um das Thema Rechtsextremismus schicken wir gerne im Vorfeld zu. Dazu gehört auch der pädagogische Begleitband für Lehrkräfte zur Vor- und Nachbereitung eines Ausstellungsbesuches. Plakate im A2 Format zum Eintragen des Ausstellungsortes und Zeitraums sind vorhanden. Die gewünschte Anzahl wird zugeschickt.

 

Führungen durch die Ausstellung

Gute Erfahrungen hat die FES in diesem Zusammenhang mit dem Konzept der peer-group-education gemacht: Jugendliche zeigen anderen Jugendlichen die Ausstellung. Dazu schicken wir im Vorfeld geschulte Teamer_innen zum Ausstellungsort, die wiederum eine Gruppe von Schüler_innen zu Ausstellungsguides ausbilden. Diese führen dann während des Ausstellungszeitraums Schulklassen der eigenen oder anderer Schulen und sonstige interessierte Gruppen durch die Ausstellung (in 45min).
Die Ausbildung von Schüler_innenguides findet i.d.R. vor der offiziellen Ausstellungseröffnung statt, gleich wenn die Ausstellung angeliefert wird.
Für die 4-stündige Schulung (Zeitstunden, keine Schulstunden) sollten eher ältere und am Thema interessierte Schüler_innen auf freiwilliger Basis ausgewählt werden (Mindestzahl: 5, maximal 15) . Die/der zuständige FES Teamer_in setzt sich mit den Leihnehmenden für einen Termin zur Ausbildung der Schüler_innenguides in Verbindung. Die FES-Teamer_innen bringen am Tag der Schulung gedruckte Leitfäden für die zukünftigen Schüler_innenguides mit. Bitte teilen Sie uns daher im Vorfeld mit, wie viele Schüler_innen an der Ausbildung teilnehmen werden. Die Kosten für die Schulung übernimmt die FES.

 

Eröffnung und Rahmenprogramm

Die Ausstellung sollte eine größtmögliche öffentliche Beachtung finden. Erwünscht ist, dass die Leihnehmer_innen eine Eröffnungsveranstaltung organisieren. Dabei sollte auch Raum für eine kurze Einführung/ein Grußwort durch die FES sein. Außerdem bietet eine Eröffnungsveranstaltung einen angemessenen Rahmen, den ausgebildeten Schüler_innenguides Zertifikate für ihr Engagement zu verleihen. Diese bereitet die FES gerne vor, wenn Sie uns die Namen der Schüler_innen im Vorfeld zukommen lassen.
Die FES Stuttgart stellt eine Pressemitteilung bereit, die Sie dann an die lokalen Medien weiterleiten können.
Auch bei der Planung eines Rahmenprogramms, z.B. durch Vermittlung von Referent_innen kann die FES gerne unterstützen.

 

Zugang zur Ausstellung

Die Ausstellung soll im Rahmen der Öffnungszeiten der Einrichtung öffentlich zugänglich sein. Es muss dennoch möglich sein, den Zugang zur Ausstellung zu kontrollieren. Die Ausstellung muss auch am Ende jedes Besuchstages auf ihren Zustand kontrolliert werden.

 

Nach der Ausstellung

Am Ende der Ausstellungszeit soll ein kurzer Bericht durch die Leihnehmer_in erstellt werden. Darin sollte auf die ungefähre Zahl der Besucher_innen eingegangen und der Ausstellungsverlauf dokumentiert werden. Einen entsprechenden Online-Vordruck stellen wir dazu zur Verfügung.

Außerdem bitten wir die Leihnehmer_innen, Medienberichte über die Ausstellung zu sammeln und der FES in Kopie zur Verfügung zu stellen.

 

Ihre Ansprechpartnerin bei der FES

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Sieglinde Hopfhauer
Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg
Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung
Sieglinde.Hopfhauer@fes.de
Tel. 0711-24 83 94 40

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