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Gedenkveranstaltung zu Ehren von Hans-Jochen Vogel am 3. Februar 2021

Eine Frage des Bodens – soziale Bodenreform als Schlüssel zu bezahlbarem Wohnen

Am 3. Februar 2021, 16.30 bis 17.45 Uhr,  haben wir Hans-Jochen Vogels Wirken gedacht und über die Bedeutung der Bodenpolitik gesprochen, um bezahlbares Wohnen für alle zu ermöglichen.

Martin Schulz, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung erinnerte zur Begrüßung an Hans-Jochen Vogels politisches Wirken und sein Engagement für eine gerechte Bodenordnung. 

Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler sprach über erreichte wohnungs- und bodenpolitische Meilensteine, aktuelle Herausforderungen und zukünftige Aufgaben vor dem Hintergrund von Hans-Jochen Vogels Vision einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik.

Ricarda Pätzold vom Deutschen Institut für Urbanistik führte durch die Veranstaltung.

Mieten und die Kosten für das Bauen sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Viele Menschen wohnen deshalb beengt oder können sich ihre Mieten nicht mehr leisten. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklungen sind die stark, zum Teil exorbitant gestiegenen Bodenpreise in vielen Städten und Regionen.

Hans-Jochen Vogel war bezahlbares Wohnen und eine soziale Bodenrechtsreform Zeit seines Lebens ein wichtiges Anliegen. Noch im Jahr 2019 veröffentlichte er sein Werk "Mehr Gerechtigkeit! Wir brauchen eine neue Bodenordnung – nur dann wird auch Wohnen wieder bezahlbar" und trug dazu bei, dieses wichtige Thema wieder auf die politische Tagesordnung zu setzen.

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"Heute gedenken wir Hans-Jochen Vogel, einem wahren Sozialdemokraten. Hans-Jochen hat sich sein ganzes politisches Leben lang und auf allen Ebenen für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit eingesetzt. Sein Kampf für eine gerechte Bodenordnung und gegen soziale Ungleichheit ist so wichtig und aktuell wie eh und je."

Martin Schulz ist seit dem 14. Dezember 2020 Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. und Abgeordneter im 19. Deutschen Bundestag. Er war Bundesvorsitzender der SPD, Kanzlerkandidat und langjähriges Mitglied im Europäischen Parlament, dem er als Präsident in zwei Amtszeiten von 2012 bis 2017 vorstand. Martin Schulz ist Träger des Karlspreises für seine bedeutenden Verdienste um die Stärkung des Parlaments und der demokratischen Legitimation in der EU.

 


"Wir investieren, damit mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden – sowohl von der öffentlichen Hand als auch von der Wirtschaft. Die Kommunen müssen die Entwicklung des Wohnungsmarktes so steuern, dass auch Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen eine bezahlbare Wohnung finden. Sie müssen sozial gemischte Quartiere erhalten und dafür sorgen, dass schnell gebaut wird. Das ermöglichen wir mit der Baurechts-Reform. Das Gesetz muss nun zügig von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden."

Olaf Scholz ist seit März 2018 Bundesminister der Finanzen und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Von 2007 bis 2009 war er Bundesminister für Arbeit und Soziales. Olaf Scholz hatte zahlreiche Ämter in Fraktion und Partei inne, war von 2002 bis 2011 Mitglied im Deutschen Bundestag und von 2011 bis 2018 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.


"Die steigende Beliebtheit des Bodens als Anlageobjekt, engt die Spielräume einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung immer weiter ein."

Ricarda Pätzold ist seit 2013 am Deutschen Institut für Urbanistik als Wisschaftlerin und Projektleiterin tätig. Sie studierte Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin und war nach ihrem Diplom am Institut für Stadt- und Regionalplanung als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Lehre und Forschung beschäftigt.


Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: wiso.stadtentwicklung(at)fes.de

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