COP25

Weltklimakonferenz 2019 in Madrid

Zwischen dem 2. und 13. Dezember 2019 treffen sich die Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention zur 25. Weltklimakonferenz (COP25) in Madrid.

Die COP25, steht unter dem offiziellen Motto „Time for Action“. Dieser Appell soll die Staaten dazu motivieren, ihre klimapolitischen Ambitionen zu schärfen sowie ihre national festgelegten Minderungsbeiträge (NDCs) zu steigern.

Erwartet werden konkrete Fortschritte in puncto Klimafinanzierung und bei zentralen Aspekten des Pariser Regelwerks wie dem Artikel 6 (Gestaltung internationale Kooperationen), dem Warschauer Internationalen Mechanismus für Verluste und Schäden sowie dem Transparenzrahmen. Darüber hinaus werden Themen wie der Nexus von Klimapolitik und nachhaltiger Entwicklung, die aufkommende Debatte um Klimagerechtigkeit sowie die Bedeutung von Ozeanen sicherlich auch vor dem Hintergrund jüngster wissenschaftlicher Erkenntnisse wie den beiden diesjährigen IPCC Sonderberichten intensiv diskutiert.

Ursprünglich war die COP25 in Santiago, Chile geplant, jedoch aufgrund innenpolitischer Unruhen kurzfristig nach Madrid verlegt worden.  Dabei springt die spanische Regierung als technische Gastgeberin ein, die inhaltliche Verhandlungsführung liegt weiterhin bei Chile – eine ähnliche Konstellation wie bei der COP23, als Deutschland technischer Gastgeber war und Fidschi die COP-Präsidentschaft stellte.

Auch die FES wird in Spanien sein. Wir organisieren mit unseren Partnern mehrere Veranstaltungen, Briefings und Netzwerktreffen zu Klima- und Energiepolitik und unterstützen Stimmen aus dem Globalen Süden.

Und was passiert derweil in Chile? Trotz Verlegung der COP25 findet der geplante Alternativgipfel der sozialen Bewegungen und der Zivilgesellschaft in Chile statt. In neun Tagen sind 100 Aktivitäten wie Vorträge, Workshops und künstlerischen Darbietungen geplant. Die FES ist auch in Santiago de Chile vor Ort und wird Veranstaltungen durchführen.

Um den Umwelt- und Klimajournalismus weltweit zu stärken, bildet die internationale Organisation Climate Tracker talentierte, junge Journalisten und Journalistinnen in Medienforschung, innovativer Kampagnenplanung und Datenanalyse im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen weiter.

In diesem Jahr haben wir vier FES-Medienstipendien vergeben und freuen uns, dass Andrea A. Gálvez aus Spanien, Kartik Chandramouli aus Indien, Petr Vodsedalek aus Tschechien und Leopold Obi aus Kenia uns nach Madrid begleiten. Sie werden von den Climate Trackern liebevoll betreut, erhalten ein klimapolitisches Medientraining, besuchen unsere FES Veranstaltungen und berichten von der COP25.

Hastags: #COP25   #TimeForAction

 


Beiträge zur Weltklimakonferenz

Nahaufnahme von zwei Händen, die Münzen und Geldscheine halten. Die linke Hand zeigt eine einzelne Münze, während die rechte Hand einen gefalteten 1000-CFA-Franc-Schein hält. Die Person trägt ein bunt gemustertes Kleidungsstück.

Keine Kohle

Klimawandel, Energie und Umwelt
Der geplante vollständige Kohleausstieg brachte bei der Klimakonferenz die Gemüter zum Kochen. In Afrika ist man über sein Scheitern eher erleichtert. Warum erklärt Climate Tracker Journalist Onke Ngcuka im ipg-journal.
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12 gelbe Wassercontainer werden mit einem Schlauch befüllt.

Klimawandel in Konfliktregionen: Wie extreme Wetterverhältnisse Palästina und Jemen verwüsteten

Klimawandel, Energie und Umwelt
In Konfliktgebieten haben Schutz, Friedenskonsolidierung und Stabilität Vorrang. Der Klimawandel wird oft als zweitrangig betrachtet. Warum dies zu kurz greift, erläutert Climate Tracker Stipendiatin Eman Mounir.
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EIne Meeresschildkröte im blauen Wasser.

Ecuador: Naturschutz im Tausch gegen Schulden

Klimawandel, Energie und Umwelt
Ecuadors Präsident Guillermo Lasso kündigte auf der COP26 die Einrichtung eines neuen Meeresschutzgebietes auf den Galapagos-Inseln an. Wird es mehr Schutz bieten? Expert_innen sind skeptisch.
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Nahaufnahme von einem Kohlebergmann. Er trägt eine Brille und einen Schutzhelm. Sein Gesicht ist verdreckt vom Kohlestaub.

Klimafinanzierung: Industrieländer halten Zusagen für Afrika nicht ein

Klimawandel, Energie und Umwelt
Seit zehn Jahren halten die Industrieländer ihre Zusage von 100 Milliarden Dollar jährlich zur Unterstützung der Schwellenländer bei der Bekämpfung des Klimawandels nicht ein. Afrika muss indessen um die finanziellen Mittel für die Bewältigung der...
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Maskierte Personen protestieren beim COP26 in den Philippinen für mehr KLimaschutz.

Ausgrenzung der Zivilgesellschaft: Aktivist*innen kritisieren die philippinische COP26-Delegation

Klimawandel, Energie und Umwelt
Die Philippinen sind von der Klimakrise besonders stark betroffen. Für das Land sind die Ergebnisse der COP26 von daher äußerst wichtig. Aktivist*innen kritisieren jedoch, die philippinische Delegation lasse es bei ihrem Vorgehen und ihrer...
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Infografiken

Rückblicke

Rückblick

COP24

Einschätzungen und Analysen zur Weltklimakonferenz 2018 in Katowice weiter

Rückblick

COP 23

Einschätzungen und Analysen zur Weltklimakonferenz 2017 in Bonn. weiter

Publikationen zu Klimawandel, Energie- und Umweltpolitik

Publikationen

Lozano Rubello, Alejandra ; Rochi, Magdalena ; Jasuma, Nanda ; Sepúlveda Carmona, M. Magdalena

No just transition without gender justice

recommendations for international partnerships

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Zur Publikation


Nakou, Georgia

Is the Greek green transition running out of power?

Zum Download (PDF)


Zur Publikation


Alam, Muhammad Badar

Just Transition in Pakistan

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Über die Conferences of the Parties (COPs)

Die Conference of the Parties (COP) ist die alljährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). Während die UNFCCC 1992 auf dem UN-Umwelt- und Entwicklungsgipfel in Rio de Janeiro vereinbart wurde, treffen sich deren Vertragsparteien seit 1995, um multilateral und auf internationaler Ebene über Antworten und Lösungsoptionen zur Bekämpfung des Klimawandels zu diskutieren. Besonders weitreichende klimapolitische Entscheidungen wurden dabei mit dem Kyoto-Protokoll auf der dritten COP (COP3) in Kyoto sowie dem Pariser Klimaabkommen auf der COP21 in Paris beschlossen.

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