Rausgeblickt: Perspektiven für eine Welt nach Corona

 

Durch die Corona-Pandemie werden die Konflikte unserer Zeit wie unter einem Brennglas sichtbar oder noch verstärkt. Zugleich bieten sich Chancen für eine grundsätzliche Neujustierung. Die Krise kann helfen den Blick darauf zu schärfen was wirklich wichtig ist. In einem Webtalk mit Christian Krell, Professor an der Hochschule des Bundes, und prominenten Gästen aus Wissenschaft und Politik fragt die Friedrich-Ebert-Stiftung alle zwei Wochen danach, wie sich unsere Demokratie, die Gesellschaft und das Wirtschaftssystem künftig gerechter gestalten lassen.

Die Webtalks werden zum jeweiligen Termin ab 18.30 Uhr auf dieser Website mit Chat-Funktion für Fragen und Kommentare ausgestrahlt.

Webtalks – Themen & Termine

Unsere Welt neu und nachhaltig denken

22. Juli 2020

Maja Göpel ist Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirates Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung. Die deutsche Politökonomin, Transformationsforscherin und Expertin für Nachhaltigkeitswissenschaft veröffentlichte 2020 ihr Buch "Unsere Welt neu denken: Eine Einladung". Eine Einladung auch für unser Gespräch mit ihr.

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Corona ist weiblich! Über eine feministische Zukunft

05. August 2020

Teresa Bücker ist deutsche Journalistin und Feministin. Sie schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online oder den FAZ Blog. Die Folgen der Corona-Krise werden vor allem von Frauen getragen - in den Krankenhäusern, an den Supermarktkassen, in der Pflege, aber auch zu Hause. Teresa Bücker spricht darüber, wie eine feministische Zukunft trotzdem gelingen kann.

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Die Neuerfindung von Staat und Gesellschaft durch Corona

12. August 2020

Andreas Reckwitz ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität Berlin. Mit seinen Schriften prägt er den aktuellen Diskurs. Zuletzt erschien von ihm "Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne". Wir sprechen mit ihm über die Klassenfrage in der Corona-Krise, die Rolle des Staates und mögliche gesellschaftliche Nebenwirkungen.

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Zeitenwende Corona!? Wie verändert sich unsere Gesellschaft?

02. September 2020

Heinz Bude ist einer der führenden deutschen Soziologen; Professor an der Universität Kassel und Buchautor. 2019 veröffentlicher er das Buch "Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee". Seine Arbeitsschwerpunkte sind Generations-, Exklusions- und Unternehmerforschung. Wir sprechen mit ihm darüber, wie die Krise unsere Gesellschaft verändert oder noch verändern wird.

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Rückgeblickt: Effects of Pandemics on Economies

Am 27. Mai 2020 sprach Christian Krell mit dem französischen Starökonomen Thomas Piketty darüber inwiefern die Corona-Krise die Ungleichheiten in der Gesellschaft weiter verstärkt. In der Vergangenheit hätten Krisen immer wieder zum Hinterfragen und Überdenken zeitgenössischer Ideologien geführt und dabei häufig einschneidende gesellschaftliche Veränderungen erzeugt. Piketty sieht nun vor allem progressive Akteure in der Pflicht umzusteuern und für mehr Demokratie, gelebte Solidarität, Gleichheit und Gemeinsinn einzutreten.  Wie das gelingen kann beschreibt er in seinem Vorschlag von einem "Erbe für Alle". Mehr im Videomitschnitt  (englisch / deutsch)

 


Rückgeblickt: Solidarität und Zusammenhalt in der Krise

Am 10. Juni 2020 sprach Christian Krell mit der Vorsitzenden der Grundwertekommission der SPD, Gesine Schwan, über Solidarität und Zusammenhalt. In der Krise habe sich der Alltag für viele Menschen grundlegend verändert. Im Verständnis der Sozialen Demokratie bedeutet Solidarität aber auch immer Gleichberechtigung und endet nicht an Landesgrenzen. Gerade progressive Akteure müssten nun Brücken zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen bauen. Für eine Zukunft nach der Krise hofft sie, dass sich die Gesellschaft vom Neoliberalismus abwendet  und politische Entscheidungen wieder mehr im Sinne aller Bürger_innen getroffen werden. Mehr im Videomitschnitt.

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Rückgeblickt: Will Corona signal the end of capitalism?

Am 24. Juni 2020 hat Christian Krell mit dem britischen Publizisten und Aktivsten Paul Mason über das Ende des Kapitalismus und die Rolle der Corona-Pandemie gesprochen. Krisen können Auslöser für Veränderungen sein, so hat die Pest im 14. Jh. den Feudalismus beendet. Für Paul Mason war der Kapitalismus allerdings bereits vor der Pandemie erheblich geschwächt, die rasante technologische Entwicklung habe Gewinnmagen reduziert und nebenbei Arbeitsplätze zerstört. Die Erkenntnis, dass Menschen in einem Land voneinander abhängen, sei essenziell für ein postkapitalistisches System. Außerdem Thema: Die aktuelle politische Lage in Großbritannien vor dem Hintergrund des Brexits und Chancen für die Zukunft. Mehr im Videomitschnitt (deutsch / englisch)


Rückgeblickt: Kein Business as usual. Über die Demokratisierung der Arbeit

Am 08. Juli 2020 hat Christian Krell mit der Philosophin und Sozialwissenschaftlerin Lisa Herzog über die Demokratisierung der Arbeit unter dem Einfluss der Corona-Pandemie gesprochen. Für Lisa Herzog ist Arbeit ein zentraler Bestandteil der Gesellschaft, ein Ort an dem sich Menschen begegnen. Die Krise habe gezeigt, dass wir alle in gegenseitiger Abhängigkeit zueinander stehen. Sie ist daher zuversichtlich, dass wir uns weg vom Hyperindividualismus hin zu mehr Gemeinsamkeit bewegen. Lisa Herzog hofft, dass sich die Sozialität in zehn Jahren auch in der Arbeitswelt verankert hat und die Krise Anlass zu mehr Demokratie in der Arbeitswelt war. Außerdem: Die großen Themen, die die Arbeitswelt verändern und das Recht auf Arbeit. Videomitschnitt folgt.

Rausgeblickt - Veranstaltungen in Kürze

Überblick

Termine: 27.05. / 10.06. / 24.06. / 08.07. / 22.07. / 05.08. / 12.08 / 19.08. / 02.09.

Zeit: 18.30 bis 20.00 Uhr

Ort: Online

Anmeldung: Über den jeweiligen Anmeldebutton 

Konzeption

Thomas Hartmann
Akademie für Soziale Demokratie

Jochen Dahm
Akademie für Soziale Demokratie

 

 

Kontakt

Christina Löbbing
Akademie für Soziale Demokratie

soziale.demokratie@fes.de
Tel. (0228) 883-7104

 

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