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Michael J. Sandel (2020): Vom Ende des Gemeinwohls. Wie die Leistungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt. Frankfurt: S.Fischer Verlag

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Kurzgefasst und eingeordnet von Thilo Scholle
Thilo Scholle ist Jurist und arbeitet als Referent in der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.


buch|essenz

Kernaussagen

Eines der zentralen Versprechen westlich-kapitalistischer Gesellschaften lautet „Aufstieg durch Leistung“. In einer neoliberalen Zuspitzung bedeutet dies konkret, dass „jede oder jeder es schaffen kann“, während eine eher sozialliberale Interpretation auch die gesellschaftlichen Bedingungen mit in den Blick nimmt. Wichtig in dieser Variante sind die Anerkenntnis ungleicher sozialer Startvoraussetzungen und der Anspruch, Chancengleichheit als Voraussetzung für einen tatsächlichen „Aufstieg durch Leistung“ herzustellen. Michael J. Sandel zeigt auf, dass die beiden vermeintlich unterschiedlichen Varianten dieses meritokratischen Prinzips ungewollt doch mehr gemeinsam haben, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt.

Einordnung aus Sicht der Sozialen Demokratie

Gesellschaftlicher Aufstieg durch Bildung und eigene Leistung gehört zu den zentralen Themen sozialdemokratischer Programmatik. In unterschiedlichen Akzentuierungen wurde dabei stets der Abbau gesellschaftlicher und sozialer Schranken für den Aufstieg durch eigene Leistung und die tatsächliche Freisetzung der Fähigkeiten und des Könnens einer und eines jeden Einzelnen postuliert.

Vor diesem Hintergrund stellen die zentralen Thesen Michael J. Sandels durchaus eine Provokation dar. Denn er versucht aufzuzeigen, dass letztlich auch die vermeintlich sozial und gesellschaftlich kontextualisierte Interpretation von Aufstieg durch Leistung zu einer Politik der Zerstörung des Gemeinwohls beiträgt. 

Verlag: S. FISCHER Verlag
Erschienen: 23.09.2020
Seiten: 448
ISBN: 978-3-10-390000-2


buch|autor

Michael J. Sandel wurde am 5. März 1953 im amerikanischen Minneapolis geboren. Nach einem Philosophiestudium wurde er in Oxford bei Charles Taylor promoviert. Seit 1980 lehrt er an der Harvard University. Sandel wird gemeinhin der kommunitaristischen Strömung der Philosophie zugeordnet und veröffentlicht auch für die breitere Öffentlichkeit bestimmte moralphilosophische Werke, so etwa das im Jahr 2012 auf Deutsch erschienene Buch „Was man für Geld nicht kaufen kann – die moralischen Grenzen des Marktes“. Der aktuelle Band „Vom Ende des Gemeinwohls“ wurde im politischen Feuilleton breit rezipiert und fand auch Eingang in politisch-programmatische Debatten im sozialliberalen politischen Spektrum in Deutschland.


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buch|inhalt

Der Band gliedert sich in sieben Kapitel. Ein kurzer Prolog stellt die Abhandlung auch in den Kontext von Auseinandersetzungen um die richtigen Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie um den Aufstieg von Donald Trump in den USA. In der Einführung hält Sandel fest, dass es eine vermeintliche Neutralität bei der Bewertung von Leistungen nicht gibt.

Als Beispiel dient der College-Zugang in den USA. Maßstäbe für Leistung sind nur schwer von wirtschaftlichem Vorteil abzulösen. Standardtests beispielsweise für die College-Aufnahme wie der SAT-Test spiegeln sehr genau den sozialen Status der Familie der Bewerber_innen wieder. Dies betrifft nicht nur die besseren Vorbereitungsmöglichkeiten auf den Test im engeren Sinne, sondern auch die Ausrichtung des gesamten sozialen Lebens sowie der Freizeitaktivitäten von Sport, Reisen und musischen Angeboten auf die Verbesserung der Chancen, Zugang in ein begehrtes College zu erhalten. Öffentlich kritisiert wird allenfalls, wenn reiche Eltern ihre Kinder eben nicht durch Antrieb zu besseren Leistungen, sondern durch Bestechung an der gewünschten Universität unterzubringen versuchen.

Von den meisten Menschen wird daher die Position geteilt, „Studenten sollten von den Universitäten nicht aufgrund von Faktoren, die sie nicht selbst in der Hand haben, sondern wegen ihrer eigenen Fähigkeiten und Talente aufgenommen werden. Und sie stimmten zumindest implizit darin überein, dass diejenigen, die aufgrund ihrer Leistung reinkommen, sowohl ihre Zulassung als auch die darauf erwachsenen Vorteile verdient haben.“

Die öffentliche Auseinandersetzung befasst sich nicht mit dem Prinzip der Meritokratie selbst, sondern mit der Frage, wie diese zu erreichen ist. Für Konservative stellt eine Politik, die bestehende Diskriminierungen beispielsweise aufgrund der Hautfarbe ausgleichen möchte, einen Verrat an den auf dem Leistungsprinzip beruhenden Zulassungen dar. Liberale hingegen meinen, „wahre Meritokratie könne nur erreicht werden, wenn man die Privilegierten und die Benachteiligten unter gleichen Bedingungen antreten lasse“.

Ein solcher Zugriff auf die Debatte verkennt die tiefer liegenden Probleme des Prinzips der Meritokratie. Je größer die Einkommenslücke zwischen oben und unten wird, umso größer wird auch die Angst vor dem sozialen Absturz – und der Einsatz, die eigenen Kinder im Bildungssystem besonders gut zu platzieren.

Gewinner und Verlierer

„Die Demokratie durchlebt gefährliche Zeiten.“ Erkennbar werden zunehmende Fremdenfeindlichkeit und wachsende öffentliche „Unterstützung für autokratische Gestalten, die die Grenzen demokratischer Normen austesten“.

Perspektivisch reicht es nicht aus, den Anstieg des Populismus als Reaktion auf Immigranten und Multikulturalismus anzusehen oder als Protest gegen den Verlust von Arbeitsplätzen durch globalen Handel und neue Technologien.

Der Brexit und die Wahl Donald Trumps sind „ein wütendes Urteil gegen Jahrzehnte wachsender Ungleichheit und eine Version der Globalisierung, die nur denen dient, die ohnehin an der Spitze stehen, normale Bürger aber mit einem Gefühl von Machtlosigkeit zurücklässt“.

Die Unruhen, die wir gerade erleben, sind eine Antwort auf ein politisches Versagen von historischem Ausmaß. Im Mittelpunkt stehen dabei das Projekt der Globalisierung und hier insbesondere zwei Bedingungen: die technokratische Arbeit, mit der das Gemeinwohl definiert wird und die meritokratische Art, Gewinner und Verlierer zu definieren. Die Jahre der Regierungen von Bill Clinton, Tony Blair und Gerhard Schröder „glätteten die rauen Kanten der entfesselten Märkte“, beließen es aber bei Marktmechanismen als vorrangigem Werkzeug zur Verwirklichung des Gemeinwohls.

Im Zeitalter der Globalisierung sind die Belohnungen ungleich verteilt: „Die Fähigkeit zum Aufstieg hängt anscheinend weniger vom Ansporn der Armut ab als vom Zugang zu Bildung, Gesundheitsfürsorge und anderen Ressourcen, die Menschen dafür ausrüsten, in der Arbeitswelt Erfolg zu haben. (…) Die meritokratische Überheblichkeit spiegelt die Neigung der Gewinner wider, ihren Erfolg zu tief in sich einzusaugen und das Glück und die günstigen Umstände zu vergessen, die ihnen auf dem Weg geholfen haben“.

„Groß, weil gut“: Eine kurze Moralgeschichte von Leistung und Verdiensten

Was kann am Leistungsgedanken falsch sein? „Wann genau ist Leistung toxisch geworden und wie ist das passiert?“ Dabei lassen sich zunächst positive Ausgangsthesen ins Feld führen: Ein Wirtschaftssystem, das Anstrengung und Talent belohnt, erscheint produktiver. Werden Menschen strikt nach ihren Leistungen belohnt, erscheint dies zudem fairer. Zudem kann die Idee, dass das Schicksal in unserer Hand liegt, ein Gefühl von Freiheit geben. „Eine meritokratische Gesellschaft wirkt also auf doppelte Weise inspirierend. Sie bestärkt eine kraftvolle Vorstellung der Freiheit und gibt den Menschen, was sie sich selbst erarbeiten und deshalb verdient haben.“

Dieser Gedanke, dass das Schicksal unsere Verdienste widerspiegelt, lässt sich bis auf biblische Quellen zurückverfolgen, in denen gutes Wetter und reiche Ernte göttliche Belohnungen für Wohlverhalten darstellen. Erkennen lässt sich jedoch auch eine „liberale Prädestinationslehre“, beispielsweise als Begründung für die Macht und den Wohlstand der USA. Die Grenze zwischen Verdienst und (göttlicher) Gnade werden hier verwischt. „Leistung verdrängt Gnade oder formt sie nach ihrem eigenen Bild – zu etwas, dass wir zu Recht verdienen.“

Das Gerede vom Aufstieg

Die „Neue Mitte“ akzeptierte die grundsätzliche Rolle von Marktmechanismen als vorrangige Werkzeuge zur Förderung des Gemeinwohls. Allerdings sollten Märkte unter fairen Voraussetzungen handeln und alle Bürger ungeachtet ihrer Hautfarbe, Klasse, Religion, Geschlecht oder ethnischen Zugehörigkeit zu gleichen Bedingungen um die Belohnungen des Marktes konkurrieren können. „Für die Mitte-links-Liberalen bedeutete Chancengleichheit mehr als die Abwesenheit von Diskriminierung: Sie verlangten auch Zugang zu Bildung, Gesundheitsfürsorge, Kinderbetreuung und anderen Diensten, die Menschen in die Lage versetzen, auf dem Arbeitsmarkt effektiv am Wettbewerb teilzunehmen.“

Kredentialismus: Das letzte akzeptable Vorurteil

Die Frage, wie gut oder schlecht jemand auf der Universität oder bei Zulassungsprüfungen abgeschnitten hat, war ein wichtiges Element für das öffentliche Ansehen einer Person. Das korrespondierende Aufstiegsversprechen lautet:

Wenn die Hindernisse für den Erfolg – etwa Diskriminierungen – weggeräumt werden und alle die gleichen Chancen bekommen, „könnte man von denen, die am weitesten aufstiegen, auch sagen, sie hätten ihren Erfolg verdient, die damit einhergehenden Belohnungen stünden ihnen folglich zu. Das war das Verspechen der Leistungsgesellschaft – kein Versprechen größerer Gleichheit, sondern größerer und fairerer sozialer Mobilität“.

Der permanente Appell an die arbeitenden Menschen, durch den Erwerb eines akademischen Grades ihre Lebensumstände zu verbessern, wertet diesen „Kredentialismus“ auf und untergräbt die soziale Anerkennung und Wertschätzung denjenigen, die nicht über die vom System geforderten belohnenden Bescheinigungen verfügen. Dies gilt auch dann, wenn dieser Appell gut gemeint ist.

Die Frage, wie gut oder schlecht jemand auf der Universität oder bei Zulassungsprüfungen abgeschnitten hat, war ein wichtiges Element für das öffentliche Ansehen einer Person. Das korrespondierende Aufstiegsversprechen lautet:

Wenn die Hindernisse für den Erfolg – etwa Diskriminierungen – weggeräumt werden und alle die gleichen Chancen bekommen, „könnte man von denen, die am weitesten aufstiegen, auch sagen, sie hätten ihren Erfolg verdient, die damit einhergehenden Belohnungen stünden ihnen folglich zu. Das war das Verspechen der Leistungsgesellschaft – kein Versprechen größerer Gleichheit, sondern größerer und fairerer sozialer Mobilität“.

Der permanente Appell an die arbeitenden Menschen, durch den Erwerb eines akademischen Grades ihre Lebensumstände zu verbessern, wertet diesen „Kredentialismus“ auf und untergräbt die soziale Anerkennung und Wertschätzung denjenigen, die nicht über die vom System geforderten belohnenden Bescheinigungen verfügen. Dies gilt auch dann, wenn dieser Appell gut gemeint ist.

Die Ethik des Erfolgs

In den meisten demokratischen Staaten wurden die politischen Auseinandersetzungen im vergangenen halben Jahrhundert von zwei konkurrierenden Darstellungen einer gerechten Gesellschaft geprägt: einem „Liberalismus des freien Marktes“ – in europäischer Terminologie „Neoliberalismus“ – sowie einem „Liberalismus des Wohlfahrtsstaates“ beziehungsweise „egalitären Liberalismus“. In der Praxis bringen beide Ansätze Einstellungen hervor, die schwer von den meritokratischen Normen zu unterscheiden sind: „Keiner von beiden bietet eine Darstellung des Gemeinwohls, die so stabil ist, dass sie der Überheblichkeit und Demütigung begegnen könnte, für die Leistungsgesellschaften so anfällig sind.“

Erläutern lässt sich dies sowohl mit Blick auf die Werke des Ahnherren der Neoliberalen, Friedrich Hayek, wie auch für die wichtigste Referenz der Anhänger des liberalen Wohlfahrtsstaates, John Rawls.

So bestreitet Hayek, dass wirtschaftliche Belohnungen mit Verdienst zu tun haben, da dies sonst mit Blick auf die realen Verteilungsverhältnisse Forderungen nach Umverteilung nach sich ziehen könnte. Rawls lehnt demgegenüber die Kategorie des Verdienstes mit dem Ziel ab, Argumenten von reichen Menschen zu begegnen, die genau das Argument des eigenen Verdienstes gegen eine Umverteilung ins Feld führen.

Zwar verwerfen beide die meritokratische Vorstellung, dass den Reichen in einem fairen Wettbewerb mehr zusteht als den Armen; letztlich kommen in der Folge beider Ansätze dennoch Einstellungen zum Tragen, die für Leistungsgesellschaften typisch sind: „Überheblichkeit bei den Erfolgreichen und Groll bei den Benachteiligten“.

Der Ausleseapparat

Zwar gilt es, die „Tyrannei der Leistung“ zu überwinden. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass Leistung bei der Zuweisung von Jobs und sozialen Positionen keine Rolle spielen sollte. „Es bedeutet vielmehr, dass wir die Art und Weise überdenken müssen, in der wir Erfolg konzipieren.“ Am Beispiel der Universitäten könnte dies bedeuten, eine „auf die soziale Schicht abgestimmte Bevorzugung einzuführen“, oder umgekehrt, die Bevorzugung von Studierenden aus reichen Familien einzustellen.

Die neue meritokratische Elite gewinnt ihren Platz durch strapaziösen Eifer. Möglicherweise kann hier eine Lotterie der Qualifizierten Abhilfe schaffen. Dann ist klar, dass mehr Leute beispielsweise den Zugang zu bestimmten Studiengängen verdient hätten, dies aber aufgrund von Losglück und eben nicht aufgrund vermeintlich besserer Leistungen der Fall war. Letztlich geht es darum, dieses Einsortieren und Streben zu überwinden.

Arbeit anerkennen

Unsere zutiefst polarisierte Zeit benötigt Quellen des sozialen Zusammenhalts und der Solidarität. Eine Idee kann hier die der „Beitragsgerechtigkeit“ jeder Tätigkeit mit Blick auf das Gemeinwohl sein. Die Würde der Arbeit könnte hier den Ausgangspunkt bilden:

„Doch eine politische Agenda, die die Arbeit (…) als Schauplatz der Anerkennung behandelt, würde für Mainstream-Liberale und Konservative gleichermaßen unbequeme Fragen aufwerfen. Denn damit würde eine Prämisse in Zweifel gezogen, die von Vertretern der auf den Markt gegründeten Globalisierung weithin geteilt wird: dass nämlich die Ergebnisse des Marktes den wahren gesellschaftlichen Wert dessen wiedergeben, was die Menschen zum Gemeinwohl beitragen.“ Die Steuerlast könnte von Arbeit auf Konsum und Spekulation verlagert werden.

„Chancengleichheit ist ein moralisch notwendiges Korrektiv für Ungerechtigkeit. Doch sie ist ein begleitendes Prinzip, nicht das zugrunde liegende Ideal einer guten Gesellschaft.“ Gesellschaftliches Wohlergehen geht über das Vorhandensein von Aufstiegsmöglichkeiten hinaus, setzt ein hohes Maß allgemeiner Kultur und ein starkes Gefühl für gemeinsame Interessen voraus.


buch|votum

Die Tücken einer – auch im Sinne eines Ideals von Gleichheit und Gerechtigkeit interpretierten – Meritokratie arbeitet Michael J. Sandel prägnant heraus. Die im Band verarbeiteten Beispiele stammen überwiegend aus dem sozialen Leben der Vereinigten Staaten. Das dortige System des College-Zugangs sowie die sehr stark über den Besuch bestimmter Universitäten organisierte gesellschaftliche Platzanweisung existiert in dieser konkreten Form in Deutschland nicht. Zudem hat sich hier nach wie vor auch eine Linie von sozialem Stolz und Anerkennung über Facharbeiter- oder Handwerkerkarrieren erhalten.

In der Tendenz lässt sich eine Abwertung vermeintlich mittlerer Berufsabschlüsse aber durchaus beobachten. Vor diesem Hintergrund erscheint die Ansicht, gesellschaftliche Platzanweisung eben nicht nur über das jeweilige Einkommen erfolgen zu lassen, sympathisch. Zu beachten ist, dass Einkommen tatsächlich nicht alles ist – aber doch real eine große Rolle spielt. Respekt, der sich nicht auch in einer auskömmlichen Entlohnung für die entsprechende Tätigkeit ausdrückt, wird nicht als solcher wahrgenommen.

Die Grundkritik an meritokratischen Vorstellungen erscheint überzeugend. In welcher Verbindung ökonomisches System und gesellschaftliche Wertigkeiten von Leistung stehen, thematisiert Sandel nicht. Die von ihm gezogene einfache Linie von biblischen Darstellungen in die heutige Zeit erscheint hier nicht ausreichend. Dies gilt umso mehr, als dass gesellschaftliche Mehrheiten eben auch etwas mit ökonomischen Machtverhältnissen zu tun haben. So bietet der Band anregende und zum Mit- und Weiterdenken herausfordernde Anstöße.

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