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Europa steht unter Druck. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, ein grundlegend verändertes Verhältnis zu den USA und der wachsende globale Systemwettbewerb stellen Gewissheiten infrage, auf die sich die Europäische Union lange verlassen konnte. Zugleich erschweren nationale Vetos und unterschiedliche Interessen gemeinsame europäische Antworten. Damit stellt sich immer drängender die Frage: Wie kann Europa seine Interessen und Werte in einer Welt behaupten, in der Machtpolitik wieder an Bedeutung gewinnt?Martin Schulz, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung und ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments, plädiert angesichts dieser Veränderungen für ein handlungsfähigeres und souveräneres Europa. Nicht alle Mitgliedstaaten müssten dabei immer gleichzeitig vorangehen. Wo Fortschritte mit allen 27 Staaten nicht möglich sind, könnten integrationswillige Länder enger zusammenarbeiten – etwa in der Außen- und Sicherheitspolitik oder bei der Besteuerung großer Technologiekonzerne. Gleichzeitig brauche Europa neue strategische Partnerschaften und müsse seine Beziehungen zu Ländern und Regionen jenseits der traditionellen transatlantischen Allianz neu gestalten.Was braucht Europa, um in einer sich verändernden Welt politisch handlungsfähig zu bleiben? In welchen Bereichen braucht es mehr europäische Zusammenarbeit – und wo können einzelne Mitgliedstaaten vorangehen? Welche neuen Partnerschaften braucht Europa? Und wie kann ein souveräneres Europa mit sozialdemokratischer Handschrift aussehen?Darüber sprechen wir bei FES-Weltweit im Gespräch mit Martin Schulz.Moderation: Dr. Franziska Schmidtke, Referentin für Souveränes Europa und regelbasierte Welt, Friedrich-Ebert-Stiftung.
Donnerstag, 24.09.2612:00-13:00 Uhr
Registrierung möglich bis Donnerstag, 24.09.26
Teilnahmepauschale keine
online
Franziska Schmidtke franziska.schmidtke@fes.de