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Mit dem Nachtzug in die Freiheit – die Flucht der DDR-Fußballer Falko Götz und Dirk Schlegel

Veranstaltungsnummer: 291098als .ics herunterladen

Am 4. November 1983 erscheint im SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ eine kleine Notiz, deren Inhalt Brisanz und Diffamierung in sich trägt. Die DDR-Fußball-Talente Falko Götz und Dirk Schlegel haben sich nach einem Europapokalspiel des Ost-Berliner Meisterclubs BFC Dynamo in Belgrad von der Mannschaft abgesetzt und sind kurz danach in die Bundesrepublik geflüchtet. Mithilfe der Deutschen Botschaft geht es mit bundesdeutschen Pässen per Nachtzug von Jugoslawien nach München. Die Vorwürfe der Zeitung wiegen schwer. „Profi-Manager der BRD“ hätten sie mit „hohen Geldsummen“ abgeworben. Das SED-Zentralorgan lässt kein gutes Haar an den Spielern. Sie werden in der DDR öffentlich als „Verräter“ gebrandmarkt. Götz und Schlegel erfüllen sich nach Ablauf ihrer Spielsperren den Traum vom Bundesligafußball und legen erfolgreiche Karrieren hin. Jedoch hat die Flucht von Belgrad ein Nachspiel: Freunde, Familie und selbst das private Umfeld der Geflüchteten im Westen gerieten fortan in das Visier des MfS, wie die Stasi-Dokumente heute offenbaren.

Die Veranstaltung möchte an ein vergessenes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte erinnern und die biografischen Spuren von geflüchteten DDR-Fußballern nachzeichnen. Eingeladen ist Dirk Schlegel (ehem. Bundesligaspieler von Bayer Leverkusen). Nach einem einführenden Vortrag von Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) zu Fluchten im DDR-Fußball kommt Andreas Käckell (NDR) mit Dirk Schlegel ins Gespräch.



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Termin

Freitag, 28.08.26
19:00-21:00 Uhr

Registrierung möglich
bis Freitag, 28.08.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Fußballscheune

Neue Straße 10
39649 Gardelegen OT Miesterhorst

Ansprechpartner_in

Dr. Ringo Wagner

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Sachsen-Anhalt
Otto-von-Guericke-Straße 65
39104 Magdeburg
Tel. 0391-56876-0, Fax 0391-56876-15
e-mail: info.magdeburg@fes.de

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