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Dopingpraxis und SED-Unrecht im DDR-Sport

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In ihrer Studie "Sportgeschichte vor Gericht" haben die Historiker Dr. Jutta Braun und Dr. René Wiese die Gerichtsakten der "Doping-Prozesse" der 1990er Jahre ausgewertet und beleuchten die Dopingpraxis der DDR aus verschiedener Perspektive neu: Weshalb war Doping trotz staatlicher Planung von Willkür geprägt? Wie und warum radikalisierten sich die Methoden in unberechenbarer Weise? Welche politische Repression war mit der Dopingpraxis verbunden? Wie rechtfertigten die ehemaligen Verantwortungsträger – Funktionäre, Ärzte und Trainer – ihre Handlungsweisen? Wer waren die Mitwisser der Dopingschäden in Sport und Gesellschaft? Wem konnten sich Kinder anvertrauen, denen vom Sportsystem verboten wurde, über die Dopingvergabe mit den Eltern zu sprechen? Wie reagierten Eltern, wenn sie körperliche Schädigungen bei ihren Kindern feststellten?

Nach einem Impulsvortrag zu den Erkenntnissen ihrer Forschungen diskutieren Dr. Jutta Braun (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) und Dr. Renè Wiese vom Zentrum deutsche Sportgeschichte mit der Zeitzeugin Ute Krieger-Krause, ehemalige Spitzenschwimmerin beim SC Magdeburg, über persönliche Erfahrungen mit der DDR-Dopingpraxis und die Auswirkungen bis heute. Der Abend wird moderiert von Dr. Daniel Bohse, Leiter der Gedenkstätte Moritzplatz.



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Termin

Mittwoch, 22.04.26
18:00-20:00 Uhr

Registrierung möglich
bis Mittwoch, 22.04.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg

Umfassungsstraße 76
39124 Magdeburg

Ansprechpartner_in

Dr. Ringo Wagner

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Sachsen-Anhalt
Otto-von-Guericke-Straße 65
39104 Magdeburg
Tel. 0391-56876-0, Fax 0391-56876-15
e-mail: info.magdeburg@fes.de

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