- Hannover
freie Plätze

Willkommen in der neuen Welt(un)ordnung

Veranstaltungsnummer: 289206als .ics herunterladen

Die Welt, wie wir sie kannten, wird gerade umgewälzt, wir erleben eine „Zeitenwende“ nach der anderen. Das ist schon fast eine Banalität geworden. Welcher Art diese Umbrüche sind, die wir gerade erleben, wer oder was sie antreibt und wohin, in welche neue Ordnung bzw. Unordnung sie führen, das ist unklar und heftig umstritten. Handelt es sich tatsächlich um die Wiederkehr der Geopolitik der Grossmächte im Stil des 19. Jahrhunderts, oder spielte die Geoökonomie nach wie vor eine bestimmende Rolle?
Die Weltordnung des Kalten Kriegs, die wir kannten, und die Weltordnung der fast unbestrittenen Hegemonie der USA (Pax Americana) sind vorbei, mit ihnen die Nachkriegsordnung. Was jetzt im Entstehen begriffen ist, wird sich aus Elementen, Bruchstücken der alten Weltordnung und einigem Neuen zusammensetzen. Neu ist auf jeden Fall, dass in der Gegenwart nur noch kapitalistische Gross- bzw. Weltmächte einander gegenüberstehen. Der US-Kapitalismus, die chinesische Spielart eines staatlich gelenkten Kapitalismus (offiziell immer noch „Sozialismus nach chinesischer Art“, zumindest als Ziel), die verschiedenen Spielarten eines „Crony“ oder „Gangsterkapitalismus“, für die das gegenwärtige Russland steht (eine Mischung von Kriegswirtschaft und Extraktivismus), die europäische Spielart eines demokratisch regulierten Kapitalismus, und, last not least, die verschiedenen Gestaltungen des Kapitalismus in Schwellenländern wie Indien, Indonesien, Malaysia, Vietnam usw. unter autoritären Regimes (einige davon noch durchaus in demokratischer Form). Die alte Frage der europäischen sozialistischen Bewegung: Sind Kapitalismus und Demokratie miteinander vereinbar, kann man eine stabile, sozialstaatlich gestaltete Form des „demokratischen Kapitalismus“ finden, stellt sich neu. Für uns in Europa eine Überlebensfrage

Termin

Dienstag, 28.04.26
19:00-21:00 Uhr

Registrierung möglich
von Donnerstag, 05.03.26 bis Dienstag, 28.04.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Künstlerhaus/ Hofsaal

Sophienstraße 2
30159 Hannover

Ansprechpartner_in

Stephan Meuser

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Niedersachsen
Theaterstrasse 3
30159 Hannover
Tel. 0511-35770830 Fax. 0511-35770840

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