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Film im Gespräch: „Märkische Forschungen“

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DEFA 1982, fa, 96 min, Regie Roland Gräf, Darsteller u.a. Günter Schubert: Max von Schwedenow, ein vergessener märkischer Dichter vergangener Zeiten, führt den Literaturprofessor Menzel und den Landlehrer und Freizeitforscher Pötsch zusammen. Es könnte Freundschaft werden, kehrt sich aber schnell in Rivalität, denn Pötschs unbekümmerter Forscherdrang, der in dem Dichter von Schwedenow eine ihm selbst sehr verwandte verwundbare Persönlichkeit entdeckt, gefährdet Menzels harmonische Version vom Ende dieses Dichterlebens. Menzel, dessen Publikation kurz vor der Veröffentlichung steht, will sich durch derartige Theorien eines kleinen Schulmeisters nicht stören lassen. Pötsch geht fast an diesem Dissens zugrunde und verstrickt sich in Beweisketten, deren Nutzlosigkeit er nicht mehr erkennen kann.

Der DEFA-Regisseur Roland Gräf verfilmte den gleichnamigen Roman von Günter de Bruyn in der DDR des Jahres 1982, ganz sicher nicht absichtslos: Gegenspieler sind der wahrheitsliebende Landlehrer Pötsch und Menzel, illusionsloser, affirmativ schreibender Geschichtsprofessor aus Berlin. Der Filmstoff stellt Fragen, thematisiert Autoritäten, prangert Opportunismus und politische Manipulation an. Der geistvoll psychologisch genau gezeichnete Film wird zur Parabel auf die DDR, in der Resignation, Unterwürfigkeit und Feigheit gegenüber den Mächtigeren zum Leben gehörten. MÄRKISCHE FORSCHUNGEN wurde als bester DEFA-Film des Jahres 1982 ausgezeichnet.

Gesprächspartner: die Schauspielerin Jutta Wachowiak und der Schauspieler Hermann Beyer



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Termin

Mittwoch, 18.03.26
18:00-21:00 Uhr

Registrierung möglich
bis Mittwoch, 18.03.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Moritzhof, Moritzplatz 1
39124 Magdeburg

Ansprechpartner_in

Dr. Ringo Wagner

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Sachsen-Anhalt
Otto-von-Guericke-Straße 65
39104 Magdeburg
Tel. 0391-56876-0, Fax 0391-56876-15
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