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Unterschätzt, präsent, radikal: Gefahr durch die Grauen Wölfe

Veranstaltungsnummer: 286379als .ics herunterladen

Die sogenannten Grauen Wölfe sind eine türkisch-rechtsextreme, ultranationalistische Bewegung, die auch in Deutschland aktiv ist. Mit mehr als 12.000 Anhängern stellen sie hierzulande die zweitgrößte rechtsextremistische Organisation dar. In Baden-Württemberg existieren ebenfalls mehrere Vereine, die der Ülkücü-Bewegung zugerechnet werden. Ihr zentrales ideologisches Ziel ist die Überhöhung einer ethnisch definierten türkischen Identität. Zu Feindbildern erklärt werden insbesondere Linke, Nicht-Türken wie Armenier, Kurden und Aleviten – auch dann, wenn sie die türkische Staatsbürgerschaft besitzen – sowie Menschen jüdischen Glaubens. Konflikte aus der Türkei werden somit in Deutschland ausgetragen.

Die Ideologie der Bewegung ist von Rassismus, Antisemitismus und einer grundsätzlichen Gewaltakzeptanz geprägt. Über soziale Netzwerke verbreiten Anhänger immer wieder menschenfeindliche Propaganda und befürworten gewaltsame Handlungen. Diese Bestrebungen stehen im Widerspruch zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, zur Völkerverständigung sowie zu einem friedlichen gesellschaftlichen Zusammenleben. Aus diesem Grund wird die Bewegung vom Verfassungsschutz beobachtet. Die von ihr ausgehende Gefahr richtet sich somit nicht nur gegen einzelne Minderheiten, sondern stellt eine Bedrohung für demokratische Strukturen und das gesellschaftliche Miteinander insgesamt dar.

Um die Ideologie, Strukturen und Gefahren der Bewegungen einzuordnen und mögliche Handlungsstrategien zu diskutieren, laden wir zu einer Podiumsdiskussion mit Expert_innen ein.

Programm
18.30 Begrüßung
• Florian Koch, Leiter, FES Landesbüro BaWü
18.35 Impulse
• Dr. Ismail Küpeli, Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität, Bo-chum
• Vertreterin, Landesamt für Verfassungsschutz
19.15 Diskussion
• Sascha Binder, MdL, innenpolitsicher Sprecher, SPD Landtagsfraktion
• Dr. Ismail Küpeli
• Argyri Paraschaki-Schauer, Geschäftsführerin, Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg
Moderation: Rojda Arslan, Geschäftsführerin, Roj Empowerment
20.15 Ende der Veranstaltung

Bildnachweis: picture alliance / dpa | Peter Kneffel

Termin

Mittwoch, 06.05.26
18:30-20:30 Uhr

Registrierung möglich
bis Mittwoch, 06.05.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Stuttgart

Ansprechpartner_in

Florian Koch

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Baden-Württemberg
Werastr. 24
70182 Stuttgart
Tel. 0711-248394-40
www.fes.de/landesbuero-bawue

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