Energiewende durch Kohleausstieg – Perspektiven der Verbraucher_innen

Der Kohleausstieg ist klimapolitisch notwendig und wird auch grundsätzlich von der Mehrheit der Verbraucher_innen mitgetragen.

Bild: von Perszing1982/istockphoto


Am 15. Januar haben sich Bund und Länder auf einen konkreten Zeitplan für den Kohleausstieg geeinigt.  Umfragen zufolge wird der Kohleausstieg von der Mehrheit der Verbraucher_innen mitgetragen. Um die Verbraucherakzeptanz zu erhalten, sollte die Umsetzung so verbraucherfreundlich wie möglich erfolgen.

Folgende Aspekte sollten berücksichtigt werden:

  • die Kosten des administrativen Kohleausstiegs sollten vollumfänglich aus dem Steuerhaushalt bezahlt werden;
     
  • die angedachte Verbraucherentlastung sollte nicht nur den erwarteten Strompreisanstieg vollständig kompensieren, sondern darüber hinaus eine nachhaltige Senkung der Strompreise für Endverbraucher_innen ermöglichen;
     
  • um weitere Entlastung bei den Strompreisen zu schaffen, bietet sich die Senkung der Stromsteuer, die Ermäßigung des Mehrwertsteuersatzes auf Strom sowie die möglichst umfassende Finanzierung der EEG-Umlage aus Haushaltsmitteln an;
     
  • Verbraucherbelange sollten im Rahmen des Monitorings der Energiewende stärker berücksichtigt werden. Hierfür ist es erforderlich, quantifizierbare Indikatoren zu entwickeln, welche die Verbraucherinteressen angemessen abbilden.


Ansprechpartner in der FES:  Dr. Robert Philipps

 

Arbeitseinheit: Wirtschafts- und Sozialpolitik

Pfister, Christoph; Ecke, Julius; Philipps, Robert

Energiewende durch Kohleausstieg

Perspektiven der Verbraucher ̲ innen
Bonn, 2020

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