Publikation Gesellschaft im Corona-Stresstest: Sorgen und Hoffnungen in Zeiten der Pandemie Gesellschaft im Corona-Stresstest Schulz, Leonie ; Faus, Rainer | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Analyse, Planung und Beratung, [2022] Sorgen und Hoffnungen in Zeiten der Pandemie Zum Download (PDF) Wie hat die Corona-Pandemie unsere Gesellschaft verändert? Gibt es mehr Wertschätzung für einen handlungsfähigen Staat, Respekt für systemrelevante Tätigkeiten und gesellschaftlichen Zusammenhang? Oder sind eher neue Spaltungstendenzen in der Gesellschaft aufgetreten und die Enttäuschung über die Politik gestiegen? Bild: Urheber: shutterstock.com/studiostoks Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung wurden von pollytix strategic research zwischen Oktober 2020 und November 2021 in Zeiten der Pandemie mehrere empirische Befragungen durchgeführt. Auf dieser Basis haben wir untersucht, wie sich die politischen Einstellungen, Sorgen und Hoffnungen in der Bevölkerung verändert haben und was jetzt von der Politik erwartet wird. Zu Beginn der Corona-Pandemie bestanden große Hoffnungen, dass die Krise die Menschen in Deutschland näher zusammenrücken lässt. Beobachtungen aktiver Nachbarschaftshilfe, zum Beispiel in Form von Einkaufsdiensten für Senior_innen, sowie Solidaritätsbekundungen mit Gewerbetreibenden und Pflegepersonal bestärkten diese Hoffnung. Steigt in der Krise auch die Wertschätzung für ein gutes und funktionierendes Gemeinwesen mit starkem Gesundheitssystem und ordentlicher Verwaltung und professioneller Politik? Erfährt die Bedeutung eines aktiven und handlungsfähigen Staates in der öffentlichen Meinung eine Renaissance? Diese Studie geht der Frage nach, wie sich die Einstellungen der Menschen gegenüber dem Staat, dem Gemeinwesen und seinen Institutionen in und durch die Corona-Krise verändert haben. Hat der gesellschaftliche Zusammenhalt nach dem Empfinden der Bürger_innen zugenommen oder hat die lang anhaltende Krisensituation eher zu neuen Spaltungstendenzen geführt? Die Ergebnisse dieser Studie basieren auf einem mehrstufigen Forschungsprozess mit drei Untersuchungszeiträumen. Im Herbst 2020 sowie Frühjahr 2021 wurden in einem ersten Schritt jeweils sechs qualitative Fokusgruppen durchgeführt. In einem zweiten Schritt erfolgte daran anschließend eine bundesweite repräsentative quantitative Befragung. Im dritten Untersuchungszeitraum im Herbst 2021 wurde eine repräsentative Befragung ohne vorherige Fokusgruppen durchgeführt. Die Ergebnisse zeichnen nicht nur den Blick auf die Gemeinschaft und den Staat in einer Stresssituation wie der Corona-Pandemie über die Zeit nach, sondern zeigen auch auf, welche Aufgaben die Bürger_innen der neuen Bundesregierung für die Zeit nach der Krise mit auf den Weg geben.Ansprechpartner in der FES: Jan Niklas Engels Das könnte Sie auch interessieren... Bild: Urheber: dpa Montag, 07.06.2021 Podcast Wirtschaft, Finanzen, Ökologie, Soziales Die Corona-Pandemie hat die Altenpflege schwer getroffen Das deutsche Pflegesystem ist schlecht auf die Pandemie vorbereitet gewesen. Hohe Infektionszahlen und belastende Arbeitsbedingungen waren die Folge. Bild: Urheber: picture alliance/blickwinkel/K. Thomas Dienstag, 09.11.2021 Publikation Demokratie, Engagement, Rechtsstaat, Kommunalpolitik Demokratie Verlassen von der Arbeiterklasse? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Wahlniederlagen sozialdemokratischer Parteien und dem Erstarken radikal rechter Parteien in Westeuropa?