Rückblick Exit – Die Geschichte eines Ausstiegs aus der rechten Szene 19.03.2018 Viele Jugendliche, die sich in Neonazikreisen bewegen, begreifen erst spät, auf was sie sich eingelassen haben. Wenn sie umkehren wollen, scheitern sie oft am Gruppendruck, an der Furcht vor dem Verlust der Freunde und an den sektenähnlichen Strukturen in der organisierten Szene. Sie werden von ihren früheren Kamerad_innen als „Verräter_innen“ verunglimpft und isoliert. „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“, so das Motto der Rechtsextremen. Gewalt spielt in der Szene eine große Rolle – umso mehr müssen Aussteiger_innen mit Racheakten rechnen. Staatliche und unabhängige Aussteigerinitiativen versuchen nicht nur Betroffenen zu helfen, sondern auch deren Eltern. Aber das Ringen um den Ausstieg ist ein zäher Prozess, der sich über Jahre erstrecken kann. Und nicht immer ist er von Erfolg gekrönt. Den Ausstieg zu verstehen gelingt kaum, ohne die Gründe des Einstiegs zu betrachten. Dazu gehören individuelle Geschichten und Beweggründe. Wir setzen uns mit der Geschichte eines jungen Mannes auseinander, der dem Rechtsextremismus den Rücken gekehrt hat.