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Teufelskreis

Annika Arnold

Impulspapier von Tarik Abou-Chadi: Wie Parteien der demokratischen Mitte auf radikal rechte Parteien reagieren

Illustration: Hand mit angezündetem Streichholz
Urheber: picture alliance / Ikon Images | Joseph McDermott

Teufelskreis. Wie Parteien der demokratischen Mitte auf radikal rechte Parteien reagieren

Abou-Chadi, Tarik | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., Mai 2026

Radikal rechte Parteien sind in vielen europäischen Demokratien längst keine Randerscheinung mehr. Doch ihr Aufstieg lässt sich nicht allein durch Einstellungen und Sorgen von Wähler:innen erklären. Der Artikel richtet den Blick auf eine oft unterschätzte Dynamik: die Reaktionen etablierter Parteien auf den Aufstieg radikal rechter Parteien. 

Wenn Parteien der demokratischen Mitte versuchen, radikal rechte Erfolge durch härtere migrationspolitische Positionen zu kontern, gewinnen sie verlorene Wähler:innen kaum zurück. Stattdessen verschieben sie den öffentlichen Diskurs, machen Migration zum dominierenden Konfliktthema und tragen dazu bei, radikal rechte Deutungen zu normalisieren. Daraus entsteht ein Teufelskreis: Je stärker sich die öffentliche Meinung nach rechts bewegt, desto häufiger reagieren etablierte Parteien mit weiteren Anpassungen. 

Der Artikel zeigt, warum diese Strategie politisch riskant ist – und weshalb progressive Kräfte eine eigenständige Agenda brauchen, die soziale Sicherheit, Teilhabe, Inklusion und ökologische Transformation überzeugend verbindet. So wird deutlich, wie der Kreislauf radikal rechter Politik durchbrochen werden kann.


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