Publikation Demokratie Teufelskreis 27.05.2026 Annika Arnold Impulspapier von Tarik Abou-Chadi: Wie Parteien der demokratischen Mitte auf radikal rechte Parteien reagieren Bild: Urheber: picture alliance / Ikon Images | Joseph McDermott Teufelskreis. Wie Parteien der demokratischen Mitte auf radikal rechte Parteien reagieren Abou-Chadi, Tarik | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., Mai 2026 Zum Download (PDF) Radikal rechte Parteien sind in vielen europäischen Demokratien längst keine Randerscheinung mehr. Doch ihr Aufstieg lässt sich nicht allein durch Einstellungen und Sorgen von Wähler:innen erklären. Der Artikel richtet den Blick auf eine oft unterschätzte Dynamik: die Reaktionen etablierter Parteien auf den Aufstieg radikal rechter Parteien. Wenn Parteien der demokratischen Mitte versuchen, radikal rechte Erfolge durch härtere migrationspolitische Positionen zu kontern, gewinnen sie verlorene Wähler:innen kaum zurück. Stattdessen verschieben sie den öffentlichen Diskurs, machen Migration zum dominierenden Konfliktthema und tragen dazu bei, radikal rechte Deutungen zu normalisieren. Daraus entsteht ein Teufelskreis: Je stärker sich die öffentliche Meinung nach rechts bewegt, desto häufiger reagieren etablierte Parteien mit weiteren Anpassungen. Der Artikel zeigt, warum diese Strategie politisch riskant ist – und weshalb progressive Kräfte eine eigenständige Agenda brauchen, die soziale Sicherheit, Teilhabe, Inklusion und ökologische Transformation überzeugend verbindet. So wird deutlich, wie der Kreislauf radikal rechter Politik durchbrochen werden kann. Kontakt Referat Analyse und Planung Dr. Annika Arnold 0228 883-8329 Annika.Arnold(at)fes.de Verwandte Artikel Bild: Urheber: Bergsee, blau Donnerstag, 24.07.2025 Demokratie Soziales Ungleiches Deutschland – Antidemokratische Wahlerfolge durch fehlende Daseinsvorsorge Unser Projekt untersucht in den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands, wie Unterschiede bei der staatlichen Fürsorge mit dem Wahlverhalten zusammenhängen. Mittwoch, 19.07.2023 Demokratie Identität, Parteilichkeit, Polarisierung: Wann wir undemokratischem Verhalten zustimmen Neue Studie des Kompetenzzentrums ‚Demokratie der Zukunft‘ Bild: Urheber: Bergsee, blau Montag, 10.06.2024 Demokratie Analyse der Europawahl 2024 in Deutschland Die Wahl zum Europäischen Parlament 2024 hinterlässt gemischte Botschaften. Es gibt keine europaweit einheitlichen Trends, dafür sind die Ergebnisse der einzelnen Länder zu unterschiedlich.
Teufelskreis. Wie Parteien der demokratischen Mitte auf radikal rechte Parteien reagieren Abou-Chadi, Tarik | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., Mai 2026 Zum Download (PDF)