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Der große Versuch: Die Regierung von LIBRE in Honduras (2022–2026)

Mónica Torres Rojas und Daniel Mann
Die honduranische Präsidentin Xiomara Castro winkt während der Vereidigungszeremonie für den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro in Bogotá, Kolumbien, am 7. August 2022.
Urheber: picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Fernando Vergara
Der große Versuch: Die Regierung von LIBRE in Honduras (2022-2026)

Der große Versuch: Die Regierung von LIBRE in Honduras (2022-2026)

Torres Rojas, Mónica ; Mann, Daniel | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., Mai 2026

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Eine Wahlniederlage im November 2025 endete abrupt die Regierungszeit der Partei Libertad y Refundación (LIBRE) in Honduras und damit auch vorläufig das Projekt eines demokratischen Sozialismus. Diese Publikation untersucht Erfolge und unerfüllte Versprechen der letzten Jahre und wagt einen Ausblick auf die Zukunft einer honduranischen Linken.

Mit der deutlichen Wahlniederlage vom 30. November 2025 endete abrupt die Regierungszeit der Partei Libertad y Refundación (Libre) in Honduras, die sich der Idee eines demokratischen Sozialismus verpflichtet sieht. 

Hervorgegangen aus dem Widerstand gegen den Staatsstreich von 2009 und aufbauend auf dem politischen Erbe des Ex-Präsidenten Manuel Zelaya (2005–2009) versuchte die Regierung von Xiomara Castro (2022–2026), das ärmste Land Zentralamerikas, durch bewährte sozialdemokratische Investitionen in Infrastruktur und soziale Maßnahmen zu reformieren. Auch aufgrund fehlender parlamentarischer Mehrheiten konnte Libre jedoch nie jene strukturellen Reformen durchsetzen, die ihrer radikalen Rhetorik entsprochen hätten. 

Der vorliegende Artikel untersucht die Erfolge und die unerfüllten Versprechen der vergangenen vier Jahre und wagt einen Ausblick auf die Zukunft des politischen Projekts einer honduranischen Linken.

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