Soziale Demokratie

Wählerinnen registrieren sich bei der Unabhängigen Wahlkommission in Nairobi, Kenia für die Wahl
Urheber: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Donwilson Odhiambo

Demokratie genießt in Afrika weiterhin breite Zustimmung. Viele Menschen sehen sie als die beste Staatsform und bevorzugen sie gegenüber Alternativen wie Militär- oder Alleinherrschaft. Gleichzeitig wächst die Unzufriedenheit, da der Staat die Erwartungen an ihn oft nicht ausreichend erfüllt: Korruption, fehlender sozialer Schutz, zu wenige gute Arbeitsplätze und mangelnde öffentliche Dienstleistungen setzen demokratische Systeme stark unter Druck. Hinzu kommt eine junge, schnell wachsende Bevölkerung auf einem Kontinent mit der weltweit höchsten Urbanisierungsrate. In ihrer Arbeit zu sozialer Demokratie setzt sich die FES deshalb dafür ein, mithilfe ihrer Partner politische Teilhabe zu stärken und den Zugang zu einer verlässlichen öffentlichen Daseinsvorsorge zu verbessern.

Vor allem junge Menschen stehen der Demokratie positiv gegenüber. In ihrem Alltag erleben sie jedoch häufig politische Institutionen, die ihre Interessen nicht ausreichend vertreten. Fehlende wirtschaftliche Perspektiven, hohe Staatsverschuldung und geringe Mitbestimmung führen vielerorts zu Protesten. Die FES unterstützt deshalb junge Demokratinnen und Demokraten dabei, Verantwortung zu übernehmen, sich zu vernetzen und sich für starke demokratische Institutionen in ihren Ländern einzusetzen.

Auch Afrikas Städte stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Viele Menschen ziehen dorthin in der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen und einen besseren Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Oft erfüllen sich diese Erwartungen jedoch nicht. Stattdessen verschärfen sich soziale Ungleichheiten. Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir Ansätze für eine gerechte und verlässliche Daseinsvorsorge und einen besseren Zugang zu öffentlichen Gütern – insbesondere für benachteiligte Gruppen. So wollen wir dazu beitragen, dass Urbanisierung sozial gerechter, inklusiver und demokratischer gestaltet wird.

Mit dem Democracy Hub fördert die FES den Austausch über die Zukunft der Demokratie in Afrika. Der Hub bringt Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik zusammen, vernetzt sie und bietet Analysen zur demokratischen Entwicklung auf dem Kontinent. Gemeinsam entwickeln sie Strategien, um demokratische Strukturen zu stärken und eine am Gemeinwohl orientierte Politik voranzubringen.


Publikationen

Zehn Jahre Demokratieentwicklung im frankophonen Afrika

Hartmann, Christof | Bonn, 2001

Erfahrungen und Perspektiven ; Bericht zur Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin, 10.-11.10.2000

Wettlauf Informationsgesellschaft

Klumpp, Dieter ; Schwemmle, Michael | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung, 2000

Regierungsprogramme im internationalen Überblick ; Gutachten

Démocratie où es-tu?

Dakar : Fondation Friedrich Ebert, 1999

campagne du Conseil Sénégalaise des Femmes ; législatives '98

Kontakt

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African Media Barometer

Das AMB zählt zu Afrikas führenden Medienindizes. Es wurde von lokalen Expert_innen entwickelt und bietet durch wiederholte Erhebungen einen einmaligen Vergleich der Medienentwicklung auf dem gesamten Kontinent. Die DW Akademie führt es nun fort.

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