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Zum 50ten Todestag von Fritz Erler:

„Vom Denken Gebrauch machen“ – Über die Chancen vernünftiger Politik im postfaktischen Zeitalter

22. Februar   18.30 Uhr Schmuckmuseum Pforzheim "Vom Denken Gebrauch machen" - mit dieser Losung machte Fritz Erler 1965 Wahlkampf. Mit Sachlichkeit um die Lösung gesellschaftspolitischer Aufgaben streiten war sein Markenzeichen. Komplexe Sachverhalte verständlich auszudrücken, zeichnete ihn aus. Vereintes Europa, transatlantische Partnerschaft, eine demokratisch kontrollierte Bundeswehr, Chancengleichheit, sich der deutschen Vergangenheit stellen - diese Themen sind uns geblieben. Aber wie sieht es aus mit Politikverständnis und -stil, von damals und von heute? Kann man soziale Demokratie heute noch so leben wie damals - wenn Milieus verschwinden, sich Arbeit de-strukturiert und eine Volkspartei nicht mehr der ausschließliche Ort des politischen Engagements ist? Greifen die Ideen sozialdemokratischer Vorkämpfer_innen in der heutigen Welt, die auf so andere und damals unbekannte Herausforderungen reagieren muss? Mit Blick auf die Nachwirkungen des Zweiten Weltkrieges und des Nationalsozialismus mahnte Fritz Erler, dass man "mit behutsamer ordnender Hand zusammenführen (müsse), was aus den Fugen geraten ist" - ein Satz, der an Aktualität nichts verloren hat.Auch heute scheint die Welt "aus den Fugen geraten" und so wollen wir in Anerkennung der Lebensleistung von Fritz Erler vor den heutigen Herausforderungen mit Ihnen diskutieren.

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