• Rückblick

Revolution des digitalen Kapitalismus?

 Am 5. Mai jährt sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Sein Buch „Das Kapital“, in dem Marx die prekären Arbeitsverhältnisse der frühen Industrialisierung beschreibt, erschien vor 150 Jahren. Der deutsche Gesellschaftstheoretiker beobachtete nicht nur die Klasse der Arbeiter, sondern auch die der Fabrikbesitzer und der Kapitalisten. Er charakterisiert die Kapitalisten als Ausbeuter und die Proletarier als Ausgebeutete.

Seitdem die letzte industrielle Revolution an Schwung verloren hat, leiden alle entwickelten Volkswirtschaften an einer Nachfragekrise. Da die Gegenwart durch die Digitalisierung bestimmt wird, wird sich dieses Nachfrageproblem durch den digitalen Kapitalismus noch verschärfen. Weltweit operierende Computernetzwerke, in denen Dienstleitungen und Waren angeboten werden, sind zur Schlüsseltechnologie dieser Entwicklung geworden. Die Strukturen des Digitalen Kapitalismus haben die Arbeit und den Status von Arbeit verändert. Technologiekonzerne betreiben eine sogenannte Plattformökonomie mit monopolistischer Wertschöpfung und gestalten den Markt nach Ihren Vorstellungen. Dies hat auch Auswirkungen für  die kleinen und mittelständischen Unternehmen im Sauerland. Das Versprechen: Mehr Wohlstand und Selbstbestimmung durch ungeahnte Produktivität und digitale Innovationen. Viele aber sind skeptisch: Sie befürchten eine Abhängigkeit von einigen wenigen Tech-Riesen und eine Zunahme prekärer Arbeitsbedingungen.

Im Rahmen unserer Reihe ,,Hochsauerlandgespräche“ wollen wir uns mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern und unseren Podiumsgästen mit den Potenzialen und Herausforderungen des digitalen Kapitalismus auseinandersetzen. Wir wollen der Frage nachgehen, ob Kapitalismus heute fundamental anders zu bewerten ist, als zu Marx’ Zeiten? Revolutioniert die Digitalisierung tatsächlich unsere Marktwirtschaft? Oder verpasst sie dem Kapitalismus nur einen neuen Anstrich? Wohlstand und Teilhabe für alle oder Ungleichheit und sozialer Rückschritt: Was muss die Politik in Berlin und vor Ort tun, um den digitalen Kapitalismus so zu gestalten, dass er sozialen Fortschritt bringt?

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, sich an der Debatte zu beteiligen.

18:00 Uhr BEGRÜSSUNG

Sohel Ahmed, Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung

Podiumsgespräch mit anschließender Publikumsdiskussion
Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW
Georg Sieglen, Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung, Düsseldorf
Prof Dr. Tobias Kollmann, Universität Essen-Duisburg

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Moderation: Dirk Wiese; MdB

20.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Anschließend laden wir Sie und unsere Podiumsgäste zu einem kleinen Imbiss mit Getränken ein.

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