Rückblick Online: Managerkreis: Datenschutz und Informationsfreiheit aus Sicht von Wirtschaft und Unternehmen - Die Autonomie des einen ist die Bürokratie des anderen? 08.02.2022 Dienstag, 8. Februar, 18 bis 19.30 Uhr via zoom Datenaskese ist nicht mehr zeitgemäß, konstatierte der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg Dr. Stefan Brink. Im Gespräch mit MdL Jonas Hoffmann, Sprecher für Digitales Leben der SPD-Fraktion, machte er deutlich, dass es um einen souveränen Umgang mit Daten geht - sowohl im privaten Bereich als auch bei Unternehmen. Die Rolle des Staates hat sich dabei gewandelt: Noch in Zeiten der Volkszählung in den 80er Jahren kritisch beäugt, sieht die Bevölkerung ihn nun stärker in der Rolle des Beschützers gegenüber globaler Internetkonzerne. Die Datenschutzgrundverordnung wurde auch von Seiten der Politik grundsätzlich gelobt, allerdings bemängelte Jonas Hoffmann die fehlende Differenzierung zwischen Großkonzernen und kleineren Unternehmen oder Vereinen: Der erforderliche (hohe) Aufwand an Datenschutz sei für Kleinere oftmals nicht zu stemmen. Auch bei dem Thema Open Data muss gesichert sein, dass die Großen ihre Marktmacht nicht aufgrund von öffentlich finanzierten und zugänglichen Daten weiter ausbauen und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Kleineren haben, denen die Möglichkeiten fehlen, die öffentlichen Rohdaten für sich zu nutzen: Gemeinwohlorientierung und Lizensierungsmodelle sind hier gefragt. Kontrovers wurde es bei Open-Source-Produkten: Ihre Offenheit bedeutet ein hohes Maß an eigenen Ressourcen, um diese dann auch absichern können – das kann nicht jedes Start-Up oder jeder Verein leisten. 65 Teilnehmende diskutierten rege mit: von Fachfragen zu Blockchain bis zu Bildrechten bei der ehrenamtlichen Vereinszeitung.