Rückblick „Karl Marx: ein Brief, ein Buch – und ein Aufbruch. Zum 150. Jubiläum von Karl Marx‘ Das Kapital“ 15.09.2017 Was fasziniert Menschen heute eigentlich an „Das Kapital“? Von diesem Ausgangspunkt aus diskutierten Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft und Journalismus über Karl Marx als Autor und Ökonom, zeitgenössisch im 19. Jahrhundert und auch heute. Kapitalismuskritik war damals wie heute ein schwer zu vermittelndes Anliegen. Dass auch Marx als Autor zu Lebzeiten damit seine Probleme hatte, zeigte die erstmalige Präsentation eines bisher unveröffentlichten Marx-Briefs von 1876 über die französische Kapital-Ausgabe. Mit einer „kapitalen“ Überraschung begann die „Aufbruchs-Party“ in Marx‘ Geburtshaus, bei der die Besucher_innen noch einmal die Chance hatten, die bisherige Ausstellung zu sehen. Seit dieser Veranstaltung ist das Karl-Marx-Haus geschlossen, um an Marx‘ 200. Geburtstag im Mai 2018 mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnet zu werden. Programm Karl Marx: ein Brief, ein Buch – und ein Aufbruch Begrüßung Kurt Beck, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung Brief-Präsentation Karl Marx an Adolphe Quest in Paris, London 10.10.1876 (Briefentwurf) Dr. Ann-Katrin Thomm, Kuratorin der neuen Dauerausstellung Podiumsgespräch „Marx als Autor und Ökonom“ - mit Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz Mathias Greffrath, Journalist Robert Misik, Schriftsteller Prof. Dr. Rita Müller, Museum der Arbeit, Hamburg Prof. Dr. Andrea Maurer, Universität Trier (Moderation) Mitwirkende am Podiumsgespräch Salvatore Barbaro ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Karl-Marx-Ausstellungsgesellschaft mbH (KAMAG). Der Journalist Mathias Greffrath veröffentlichte 2017 den Sammelband RE: Das Kapital. Robert Misik ist Autor der Publikationen "Marx für Eilige" und "Marx verstehen!". Rita Müller leitet das Museum der Arbeit in Hamburg, wo derzeit eine Ausstellung zum Kapital-Jubiläum zu sehen ist. Die Moderatorin Andrea Maurer ist Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität Trier mit dem Schwerpunkt Wirtschaftssoziologie.