Interview Demokratie Der Sudan ist zurück im Revolutionsmodus 09.02.2022 Christine-Felice Röhrs, Landesdirektorin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Khartoum, analysiert die aktuelle Situation im Sudan. Zwei Jahre nach der Revolution von 2019 und dem Sturz des autoritären Regimes von Omer al-Bashir befindet sich der Sudan in einer ernsthaften politischen Krise. Am 25 Oktober 2021 putscht das Militär im Sudan und stellt den Premierminister Abdallah Hamdok, der das zivile Lager innerhalb der sudanesischen Übergangsregierung repräsentiert, unter Hausarrest. Der wieder eingesetzte Ministerpräsident Hamdok tritt am 2. Januar wieder zurück. Es war ihm nicht gelungen, einige ihm wichtige Ziele zu erreichen - darunter das Ende des blutigen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten sowie die Bildung einer neuen Allianz der fragmentierten zivilen Akteure. Sudans Militär geht hart gegen Proteste vor. Auf Seiten der Jugend schwindet deshalb die Kompromissbereitschaft – und auch die Unzufriedenheit mit der internationalen Gemeinschaft wächst. Im Magazin zenith analysiert Christine-Felice Röhrs die aktuelle Protestbewegung im Artikel vom 24. Januar 2022: "Khartum ist zurück im Revolutionsmodus" Sehen Sie weiterhin ein Interview der Deutschen Welle vom 3. Januar 2022 mit Christine-Felice Röhrs, Landesdirektorin der Friedrich-Ebert-Stiftung in Khartoum, Sudan.