Menschenrechtspreis 2000

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Verband der Komitees der Soldatenmütter Russlands

Zum Preisträger

Am 06. Juni 2000 ehrte die Friedrich-Ebert-Stiftung den Verband der Komitees der Soldatenmütter Russlands. Das Komitee der Soldatenmütter Russlands wurde Ende der 80er Jahre als Nichtregierungsorganisation (NRO) zur Durchsetzung von Menschenrechten im militärischen Bereich gegründet. Es verteidigte erfolgreich Soldaten, die sich aus Gewissensgründen weigerten, am Krieg in Tschetschenien teilzunehmen, und unterstützte Soldatenmütter, die ihre Söhne von Tschetschenien wegbrachten, um den Krieg zu beenden. Er setzte sich auch für die Menschenrechte des tschetschenischen Volkes ein und ist auch heute "auf beiden Seiten der Front" aktiv.

Mittlerweile sind mehrere Komitees von Soldatenmüttern in einem Verband zusammengeschlossen worden. Durch ihre Aktivitäten bemühten sich die Soldatenmütter, in der russischen Gesellschaft, den Massenmedien und in der internationalen Öffentlichkeit das Bewusstsein für das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in der Armee zu schärfen.

So gelang es den Soldatenmüttern, Rentenzahlungen für Hinterbliebene gefallener Soldaten und eine Amnestie für Deserteure, deren Menschenrechte verletzt wurden, durchzusetzen. 1998 hat die Staatsduma eine durch die Soldatenmütter geforderte Amnestie für 40.000 Soldaten gebilligt. Für ihre friedlichen Menschenrechtsaktivitäten wurde der Verband der Komitees der Soldatenmütter Russlands mit zahlreichen Ehrungen, unter anderem dem Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) im Jahr 1996 ausgezeichnet.

 

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