Ableismus

Was ist Ableismus?

Ableismus beschreibt die Zurückweisung eines Menschen mit einer Behinderung. Dies erfolgt entweder durch eine Abwertung, indem betont wird, was diese Person alles nicht kann. Sie geht aber auch einher mit einer vorgeblichen Aufwertung bzw. Überbetonung, was dieser Mensch „trotz“ seiner Behinderung kann.

 

Der Begriff ist eine relativ neue Beschreibung für das, was Menschen mit Behinderung alltäglich erleben. Sie müssen stets damit rechnen, die Ausnahme zu sein. Sie erleben Grenzüberschreitungen und werden oftmals durch stereotype Darstellungen in den Medien diskriminiert.

 

Das Wort Ableismus setzt sich aus dem englischen to be able für „fähig sein“ und der Nachsilbe -ismus für eine herabsetzende Geisteshaltung zusammen. Maßgeblich sind Fähigkeiten: wie „normal“ kann ein Mensch laufen, sehen oder sozial interagieren? Wer von der Norm abweicht, wird als behindert bezeichnet. Die Person gilt als minderwertig und wird auf diese Behinderung reduziert. Dabei wird außer achtgelassen, dass die Behinderung nicht durch ihre Fähigkeiten, sondern durch Barrieren und fehlende Zugänge entstehen.

 

Der Begriff lenkt die Aufmerksamkeit auf Diskriminierung und persönliche Abwertung als Alltagserfahrung von Menschen mit Behinderung und hilft, sich den dahinterstehenden Normen und Strukturen bewusst zu werden.

 


Quellen



Weitere Beiträge zum Thema Gender und Geschlechtergerechtigkeit:

Illustration von drei Frauen, die auf einer Wiese sitzen und miteinander sprechen. Sie tragen bunte Kleidung und Kopfbedeckungen, eine Frau hat Blumen im Haar. Im Hintergrund befinden sich grüne Hügel mit Bäumen und ein Hirsch. Links unten steht der Text „feminist dialogue series“. Im Vordergrund liegt ein Korb mit Früchten, daneben ein Huhn. Der Stil der Illustration ist farbenfroh und abstrakt.

Die Suche nach Alternativen: "Extraktivistische" Entwicklung und feministischer Arbeiter_innenwiderstand in Thailand

04.06.2020 Gender Weltweit Publikation, Gender Weltweit
 
Illustration von drei Frauen, die auf einer Wiese sitzen und miteinander sprechen. Sie tragen bunte Kleidung und Kopfbedeckungen, eine Frau hat Blumen im Haar. Im Hintergrund befinden sich grüne Hügel mit Bäumen und ein Hirsch. Links unten steht der Text „feminist dialogue series“. Im Vordergrund liegt ein Korb mit Früchten, daneben ein Huhn. Der Stil der Illustration ist farbenfroh und abstrakt.

Keine "Zukunft der Arbeit" ohne Respekt vor der Natur

04.06.2020 Gender Weltweit Gender Weltweit
 

Publikation: Von Belgien, Schweden und Spanien lernen!

21.09.2020 Gender Publikation, Veranstaltung, News, Gender
 
Women and the Future of the Digital Economy in Asia

Frauen und die Zukunft der digitalen Ökonomie in Asien

29.05.2020 Gender Weltweit
 

MACROSCOPE: Forging a Feminist Future in the COVID-19 Recovery

Blog, Gender Weltweit
 

Gefährdete Arbeitskräfte werden noch stärker gefährdet

14.05.2020 Blog, Flucht, Migration, Integration, Migrationspolitik, Gender
 
Frauen in Lagos

Confronting the Tale of the big Equalizer: Feminist Perspectives and Responses to the Pandemic

15.05.2020 News, Interview, Blog, Gender Weltweit
 

Providing Face-to-Face Care During COVID-19

06.05.2020 Blog, Gender Weltweit
 

The Last Daycare Standing

05.05.2020 Blog, Gender Weltweit
 
Illustration von Robotern und einer Frau mit Kind auf dem Arm. Vor ihr stehen Stellvertretende Beispiel für Haushalt. Ein Bügelbrett, ein Arzneikoffer, eine Geldböse, ein Kehrblech und eine Einkaufstüte.

Auf der ganzen Welt leisten Frauen die Mehrheit der (unbezahlten) Pflegearbeit.

04.05.2020 Publikation, Gender Weltweit
 
nach oben