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Gerechtigkeitscheck Elterngeld: Zeit für geschlechtergerechte und soziale Reformen

Vanessa Kiesel

Das Elterngeld soll knapp 20 Jahre nach seiner Einführung reformiert werden – und gekürzt. Einige Ziele hat das Elterngeld erreicht. Dennoch ist klar: Es braucht deutliche Reformen in Richtung eines geschlechtergerechten und sozialen Elterngeldes.

Illustration zur Studie Elterngeld
Urheber: Rahel Suesskind

Gerechtigkeitscheck Elterngeld

Pfahl, Svenja ; Reuyß, Stefan | Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung e.V., September 2026

Zeit für geschlechtergerechte und soziale Reformen

Zeit für geschlechtergerechte und soziale Reformen

Aktuell wird wieder intensiv über das Elterngeld diskutiert. Die Bundesregierung hat Reformen angekündigt, wie in anderen Bereichen auch stehen Kürzungen im Raum. Das Elterngeld hat seit seiner Einführung vor fast 20 Jahren einiges erreicht. Gleichzeitig sind wir von einer gleichberechtigten Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit auch in der Elterngeldnutzung weit entfernt. Außerdem wissen wir: Nicht alle Eltern profitieren gleichermaßen vom Elterngeld.

Im Rahmen der Reihe Gerechtigkeitscheck Elterngeld mit dem Zukunftsforum Familie e.V. nimmt die FES-Analyse die bisherigen Wirkungen und bestehenden Zielkonflikte in den Blick: Wie kann das Elterngeld dazu beitragen, soziale Ungleichheit abzubauen, statt sie zu verstärken? Wie fördert es mehr Geschlechtergerechtigkeit? Und welche Stellschrauben sind entscheidend, um die unterschiedlichen Lebenslagen von Familien angemessen zu berücksichtigen? Die Analyse zeigt: Zaghafte Nachbesserungen reichen nicht aus. Vielmehr braucht es grundlegende Reformen hin zu einem geschlechtergerechten und sozial ausgewogenen Elterngeld.

Über die Autor:innen
 

Svenja Pfahl studierte Soziologie und Wirtschaftswissen­schaften. Sie ist Leiterin des sozialwissenschaftlichen For­schungs- und Beratungsinstitutes SowiTra in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Arbeitszeit, Vereinbarkeit und Familie. Sie ist zudem als Mediatorin tätig. 

Stefan Reuyß studierte Soziologie, Psychologie und Polito­logie. Er ist Institutsleiter bei SowiTra mit den Arbeits­schwerpunkten Arbeit und Diversity sowie Vereinbarkeit aus Männersicht. Er ist zudem als Coach für Führungskräf­te, Betriebs- und Personalräte tätig.


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