Antworten auf islamistischen Terrorismus im östlichen Afrika

Die Podcast-Mini-Serie „Eastern Africa's Jihadis“ beschäftigt sich mit der Geschichte und den Hintergründen des Dschihadismus entlang der Suaheli-Küste. Die fünfteilige Serie der FES und der International Crisis Group (ICG) erschien vom 8. September wöchentlich in der renommierten Podcast-Reihe „The Horn“.

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Bild: von International Crisis Group, ICG

Von Somalia bis Mosambik wächst entlang der ostafrikanischen Küste seit Jahren die Bedrohung durch transnational agierende radikal-islamistische gewaltbereite Akteure. Im Zuge der Bezeichnung solcher Akteure durch Regierungen als terroristische Gruppen dreht sich die Debatte zunehmend um militärische Antworten auf diese Bedrohung. Derzeit plant u. a. die EU die Entsendung von Soldat_innen nach Mosambik im Rahmen einer Trainingsmission, um das Militär beim Kampf gegen islamistische Kämpfer zu unterstützen.

Bedeutung von präventiven und regional verankerten Ansätzen

Die Podcast-Mini-Serie „Eastern Africa’s Jihadis“ – entwickelt in Zusammenarbeit zwischen der FES und der International Crisis Group (ICG) – stellt hingegen die Bedeutung von präventiven und regional verankerten Ansätzen der Konfliktprävention sowie die notwendige Ursachenbekämpfung durch Dialog in den Vordergrund. Im Zentrum der Podcast-Serie, koordiniert vom FES-Projekt Südsudan, steht die Frage nach politischen Antworten auf die wachsende Bedrohung durch transnational agierende radikal-islamistische Gruppen an der ostafrikanischen Suaheli-Küste zwischen Somalia und Mosambik. Sie erschien wöchentlich unter der renommierten Podcast-Reihe der ICG „The Horn“, welche weit über das Horn von Afrika hinaus eine loyale Hörerschaft von meist politischen Entscheidungsträger_innen, Diplomat_innen, Akademiker_innen und Policy-Expert_innen erreicht.

Militärische Lösungen werden hinterfragt

Expert_innen aus dem Partnerumfeld der FES diskutieren in der Podcast-Serie politische Lösungsansätze, die besonders die Ursachen der Krisen, wie fehlende politische und soziale Teilhabe und wirtschaftliche Marginalisierung, in Betracht ziehen. Vorwiegend militärische Antworten auf militanten Islamismus werden in Frage gestellt und kollektive Sicherheitsansätze als Alternative vorgestellt. Damit knüpft die Podcast-Reihe an bestehende Themenschwerpunkte und Dialogformate der FES zu Frieden und kollektiver Sicherheit am Horn von Afrika an.

Den Auftakt machte ein Interview mit dem kenianischen Historiker Ngala Chome, welches die geschichtliche Entwicklung islamistischer Ideologien in Ostafrika in ihren lokalen und globalen Zusammenhängen beleuchtet. In der zweiten Folge erläutert die Leiterin des somalischen Think Tanks Hiraal Institute und ehemalige Sicherheitsberaterin der somalischen Regierung, Samira Gaid, die Entstehungsgeschichte und die gesellschaftliche Verankerung der militant islamistischen Al Shabab in Somalia. In weiteren Folgen spricht Gastgeber Alan Boswell mit dem mosambikanischen Akademiker Adriano Nuvunga zu Konfliktursachen und Dialogansätzen in Mosambiks Cabo Delgado-Region, und mit dem Programmdirektor der ICG für das Horn von Afrika, Murithi Mutiga, der einen kritischen Blick auf gegenwärtige nationale, regionale und internationale Antworten auf den transnationalen Jihadismus wirft. In der letzten Episode ziehen Expert_innen Lehren für die Region und die internationale Gemeinschaft aus den Auswirkungen des nun zwanzigjährigen globalen Krieges gegen den Terror auf Konfliktdynamiken und kollektive Sicherheit im Horn von Afrika.

Zum Podcast:
 https://www.crisisgroup.org/africa/horn-africa/eastern-africas-jihadis-somalia


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