27.06.2019

67 Prozent wollen deutlichere Grenzen für Digitalkonzerne

67 Prozent der Menschen in Deutschland finden, die Politik solle den großen Digitalkonzernen deutlichere Grenzen setzen. Das zeigt eine Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ein Großteil der Befragten sieht die technologischen Entwicklungen der letzten Jahre zwar grundsätzlich positiv. Die Menschen wollen aber mehr Mitsprache bei der Digitalisierung und bessere Qualifizierung in Schule und Beruf.

Bedürfnisse der Menschen nicht im Mittelpunkt

Mehr als zwei Drittel der Befragten bewerten die bisherigen technologischen Entwicklungen positiv. Es herrscht also keine flächendeckende Verunsicherung oder gar Angst davor, den Job zu verlieren. Trotzdem glaubt nur knapp die Hälfte, dass die Digitalisierung das Leben der Menschen in Deutschland nachhaltig verbessern wird. Bei digitalen Innovationen stünden nicht die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund, finden beinahe zwei Drittel. Etwa die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die Digitalisierung die Ungleichheit bei Einkommen weiter verstärken wird.

Politik soll Digitalkonzernen Grenzen setzen

59 Prozent der Befragten glauben: Den größten Einfluss auf die Digitalisierung haben momentan große Internetunternehmen wie Amazon, Facebook und Google. Ein noch höherer Anteil der Befragten aber will, dass in erster Linie politische und gesellschaftliche Akteure die Digitalisierung gestalten. Mehr als vier Fünftel wollen, dass die Politik stärkere Regeln aufstellt. Unter anderem: Digitalkonzerne effektiver besteuern, Daten- und Verbraucherschutz stärken.

Bessere Qualifizierung und Weiterbildung am Arbeitsplatz

Großen Handlungsbedarf sehen die Befragten außerdem im Bereich der Weiterbildung und Qualifizierung. Eine bessere Finanzierung von Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer_innen steht für die Menschen auf Platz Nr. 1 der wichtigsten politischen Maßnahmen. Außerdem möchten zwei Drittel mehr mitbestimmen, wie digitale Technik an ihrem Arbeitsplatz verwendet wird. 60 Prozent wollen die Rechte von Betriebsräten und Beschäftigten gestärkt sehen.

Methode

Empirische Grundlage dieser Studie sind verschiedene Online-Befragungen mit Einzelfragen, die durch das Online-Erhebungsinstitut Civey durchgeführt wurden. Dabei wurden 17 Fragen extra für diese Studie formuliert (Civey-FES-Umfrage 2019).

Die vollständige Studie, Pressematerialen und Kontakte finden Sie hier.

Kontakt:
Sina Dürrenfeldt    
Abt. Wirtschafts- und Sozialpolitik
030 26935 8321
sina.duerrenfeldt(at)fes.de

presse(at)fes.de


Kontakt

Peter Donaiski

Hiroshimastr. 17
10785 Berlin

030 269 35-7038
030 269 35-9244

Peter Donaiski
Lageplan

Presseverteiler

Bestellen Sie unsere Presseinfos im E-Mail-Abo:

Presse

Die FES bei Twitter

Die FES bei Twitter

Als Follower von @FESonline über Aktuelles zur Stiftung informiert sein! weiter

Die FES bei Face­book

Die FES bei Face­book

Unsere Präsenz bei Facebook - Neuigkeiten teilen und mit der Stiftung ins Gespräch kommen! weiter

nach oben