Progress.NRW - Vielfalt und Identität

Zweiter Workshop in unserem Labor für politisches Engagement, 02.-04. Februar 2018, Düsseldorf
Thema: Vielfalt und Identität
Medium: Newsletter

Vom 02.-04. Februar 2018 findet in Düsseldorf der zweite Workshop unseres Labors für politisches Engagement statt. Inhaltlich beschäftigen wir uns mit den Themen Vielfalt und Identität. Technisch arbeiten wir mit dem Medium Newsletter.

Die inhaltliche Leitung übernimmt Laura Dobusch, Assistant Professor für Gender und Diversity an der Radboud University, Nijmegen (http://www.ru.nl/english/people/dobusch-l/). Die technische Leitung übernimmt Juliane Leopold, Journalistin und Beraterin (u.a. tagesschau.de)  (http://www.julianeleopold.de

Vielfalt und Identität: Gegenwärtige Spannungsverhältnisse und Herausforderungen

Die Beschäftigung mit Vielfalt bzw. Diversity im Sinne eines Potenzials anstatt eines Problems scheint in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen zu sein. Unternehmen unterzeichnen die „Charta der Vielfalt“ und implementieren Diversity Management, Stadtverwaltungen etablieren Abteilungen, die sich mit Diversitätspolitik beschäftigen, und in Bildungseinrichtungen wird diversitätssensible Pädagogik zunehmend zum Thema.

Gleichzeitig lässt sich aber auch eine anhaltende Skepsis gegenüber diesen affirmativen „Vielfaltsbekundungen“ beobachten. Bedenken werden geäußert, dass nur bestimmte Formen von Vielfalt, nämlich solche die mit einer Verwertbarkeitslogik im Einklang stehen, als wünschenswert betrachtet werden. Diversitätsbezogene Maßnahmen würden eher an der Oberfläche verbleiben anstatt strukturellen Diskriminierungen und Ungleichheiten entgegenzuwirken. Und schließlich wird seit dem Einzug Donald Trumps in das Weiße Haus und dem Erstarken rechtspopulistischer Parteien quer durch Europa ein allzu starker Fokus auf „Identitätspolitik“ als eine Ursache für die Zunahme sozialer Ungleichheiten betrachtet.

Im Rahmen des Workshops soll ein kritischer Blick auf Euphorie wie Skepsis gegenüber dem „Vielfaltsparadigma“ geworfen werden. Zentrale Fragestellungen sind: Welche Unterschiede machen überhaupt einen Unterschied und welche Rolle spielt dabei das Konzept der Identität? Stehen diversitätspolitische Anliegen tatsächlich im Gegensatz zur „sozialen Frage“ oder lassen sich die Anliegen nach Anerkennung und Umverteilung ergänzen? Welche konkreten Strategien verfolgen diversitätsbezogene Maßnahmen und wo greifen sie zu kurz?

Wie machen wir das technisch? Das Medium Newsletter

Er ist länger als 140 Zeichen und reagiert nicht auf "Gefällt mir" - eigentlich müsste der Newsletter in der Mediennutzung unserer Gegenwart ein Relikt sein. Doch gerade das Erstarken der sozialen Medien lässt auch den Newsletter eine Wiedergeburt erleben. Was sind Best practices in Form und Inhalt? Wie treffe ich den Ton, mit denen ich meine Leserinnen und Leser binde? Wie aktiviere ich nachweisbar mein Publikum mit einer regelmäßigen Nachricht im Mailpostfach? Welche Hilfsmittel für das Erstellen, Senden und Analysieren von Newslettern gibt es, was kosten sie und was brauche ich, um wirkungsvolle Kampagnen auf die Spur zu bringen?

Modalitäten: Teilnahme, Bewerbung, Programm

Der Workshop beginnt am 02. Februar um 18 Uhr und endet am 04. Februar um 15 Uhr. Die Teilnahme inklusive Übernachtung und Verpflegung ist beitragsfrei, die Anreisekosten werden nicht erstattet. Der Workshop findet im Hotel Lessing statt.

Ein Programm des Workshops folgt.

Die Teilnahme erfolgt durch ein kurzes Motivationsschreiben (max. 2.000 Zeichen) an martin.pfafferott@fes.de oder über unsere Onlineanmeldung. Das Motivationsschreiben unterliegt keinen formalen Kriterien und soll darlegen, wieso Interesse an einer Teilnahme besteht. Darüber hinaus soll das Schreiben darüber Auskunft geben wohin sich der/die Einreichende bisher bezüglich Ausbildung, Beruf oder gesellschaftlichem Engagement orientiert hat. Die maximal 20 Teilnehmenden werden bis zum 22. Dezember unter allen Einreichungen ausgewählt.

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