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„Ich bin queer. Gut so!?“- Wie steht es 25 Jahre nach dem Outing von Klaus Wowereit um die Rechte queerer Menschen?

Veranstaltungsnummer: 290349als .ics herunterladen

„Ich bin schwul, und das ist auch gut so!“ Mit diesem legendären Satz outete sich Klaus Wowereit vor 25 Jahren, am 10. Juni 2001, auf einem Landesparteitag der SPD als erster Berufspolitiker Deutschlands öffentlich als schwul. Das Ereignis und der Satz haben sich tief in ein kollektives Gedächtnis eingebrannt. Es wurde verstanden als ein Zeichen für Aufbruch, von Sichtbarkeit anderer Liebe und von Mut, zu sich selbst zu stehen.

Die letzten 25 Jahre schienen trotz aller Hindernisse von einem stetigen Fortschritt der Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensentwürfen geprägt. Am vorläufigen Ende stand die 2017 eingeführte Ehe für alle. Doch diese Geschichte ist nur ein Teil der Wahrheit. Queere Menschen, Trans* oder Inter* mussten länger und intensiver um ihre Sichtbarkeit kämpfen. Anders als die Ehe für alle brauchte es bis zum Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag im Jahr 2024 sieben weitere Jahre. Und anders als die Ehe für alle steht dieses Gesetz nicht nur in der Kritik, sondern wird von stark konservativ und rechts gesinnten Menschen offen angegriffen. Denn parallel zu den Fortschritten fanden und finden gesellschaftlich und politisch rechte und rechtsextreme Bewegungen und Parteien Zulauf. Sie akzeptieren nur ein binäres Geschlechterbild, bekämpfen Vielfalt und sind eine Gefahr für die Menschenrechte aller. Eine der Folgen ihres Aufstiegs sind steigende Angriffe auf queere Menschen, körperlich wie digital.

Wo stehen wir also heute gesellschaftlich und politisch bei der Gleichstellung - 25 Jahre nachdem ein Aufbruch spürbar wurde? Wie können wir die erreichten Erfolge gesellschaftlich und politisch sichern? Wie können wir der Instrumentalisierung queerer Menschen durch die extreme Rechte entgegentreten? Wie gelingt es uns, der Breite der Gesellschaft zu vermitteln, dass die Beschränkung von Rechten von Minderheiten immer ein Angriff auf die Rechte aller ist? Und was kann und muss die Regenbogenhauptstadt Berlin besser machen?

Darüber sprechen mit Ihnen und Euch Klaus Wowereit, ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin, Nora Eckert, Journalistin und Autorin, Ocean Hale Meißner, Aktivist*in für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit von queerem Leben im ländlichen Raum Ostdeutschlands, und Lea Lochau, Fachstelle Rechtsextremismus und Gender, Amadeu Antonio Stiftung. Moderiert wird das Gespräch von Margot Schlönzke, Entertainerin und Moderatorin.

Programm

17.30 Uhr
Ankommen und Registrierung

18.00 Uhr
Begrüßung
Christian Testorf, Landesbüro Berlin der FES

18.10 Uhr
Panelgespräch „Ich bin queer!“ Wie steht es heute um die Gleichstellung?

Klaus Wowereit, ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin
Nora Eckert, Journalistin und Autorin
Ocean Hale Meißner, Aktivist*in für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit von queerem Leben im ländlichen Raum Ostdeutschlands
Lea Lochau, Fachstelle Rechtsextremismus und Gender, Amadeu Antonio Stiftung
Moderation: Margot Schlözke, Entertainerin und Moderatorin

19.40 Uhr
Queer in der Regenbogenhauptstadt – Wie kann Berlin die Rechte queerer Menschen sichern?

Gespräch mit Wiebke Neumann, queerpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin

19.55 Uhr
Ende und Übergang zum Empfang

20.00 Uhr
Gartenempfang und Networking bei Snacks und Getränken

20.15 Uhr
In der Community für die Community – Wie können wir selbst mitmachen?
Kurzgespräch mit dem Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz (angefragt)

22.00 Uhr
Ausklang und Ende

Termin

Dienstag, 16.06.26
17:30-22:00 Uhr

Registrierung möglich
von Dienstag, 26.05.26 bis Dienstag, 16.06.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Konferenzsaal 2

Hiroshimastraße 28
10789 Berlin

Ansprechpartner_in

Dr. Christian Testorf

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Berlin
Nürnberger Straße 49
10789 Berlin

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