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Veranstaltungsnummer: 292205 – als .ics herunterladen
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Rechtsradikale Positionen werden immer präsenter. Überall in der Welt und vor allem in Europa gewinnen rechtsextreme und rechtspopulistische Ideologien an Macht und Einfluss. Ihre Verbreitung vollzieht sich dabei nicht nur in Parteien und politischen Institutionen, sondern wurzelt im Privaten und Alltäglichen. In Gesprächen und Witzen, in Familie und Freundeskreis, am Arbeitsplatz, in sozialen Medien und in den öffentlichen Debatten ist eine Konfrontation mit rechtsextremem Gedankengut zunehmend unvermeidlich. Positionen, die lange als nicht anschlussfähig und geächtet galten, erscheinen mittlerweile normal. Vor diesem Hintergrund wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, was mit unserer Demokratie und unserem Zusammenleben passiert, wenn sich rechtsextreme Positionen im Alltag normalisieren. Wo beginnt Normalisierung? Woran erkennen wir, dass sich Grenzen des Mach- und Sagbaren verschieben? Was geschieht, wenn aus scheinbar beiläufigen Witzen, Äußerungen und Narrativen allmählich gesellschaftliche Toleranz oder sogar Akzeptanz wird?Das italienischsprachige Theaterstück „Microclima“ des italienischen Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung nähert sich diesen Fragen aus einer innovativen Perspektive. „Microclima“ spielt in einer dystopischen, entrückten Welt: einer abgeschirmten Etagenwohnung, in der eine Familie zwischen Hunderten von Pflanzen lebt. Edda und Rud, einst engagierte Verteidiger demokratischer Werte, sehen sich heute mit einer zunehmend unsicheren Realität konfrontiert. Was als scheinbar harmloses Gespräch beginnt, erschüttert schließlich dieses fragile häusliche Gleichgewicht. Das Stück zeigt, wie politische und gesellschaftliche Veränderungen in den Alltag eindringen und Beziehungen, Entscheidungen und persönliche Überzeugungen berühren. Diese Perspektive wollen wir in einer anschließenden deutschsprachigen Podiumsdiskussion mit Orkan Özdemir (SPD-Abgeordneter und Sprecher für Antidiskriminierung, Integration und Kampf gegen Rechtsextremismus), Hannes Kreschel (politischer Influencer und freier Journalist) sowie Isabella Greif (Expertin für den Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt beim MBR Berlin) aufgreifen und diskutieren wie sich die Normalisierung rechtsextremer Positionen im Alltag auswirkt, welche Folgen das für unsere demokratische Kultur hat und was wir ihr entgegensetzen können. Die Moderation übernimmt Hannah Sophie Lupper (Journalistin). Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.Programm: 18.00 Uhr Einlass & Ankommen18.30 Uhr Eröffnung und Begrüßung18.35 Uhr Theateraufführung „Microclima“19.20 Uhr Impulsrunde Psychodynamiken19.30 Uhr Podiumsgespräch20.15 Uhr Ausklang & NetworkingBarrierefreiheitBei Fragen zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung wende dich bitte spätestens 3 Wochen vor der Veranstaltung an die FES-Organisation.
Montag, 30.11.2618:00-20:30 Uhr
Registrierung möglich bis Montag, 30.11.26
Teilnahmepauschale keine
Prinzenstraße 85 F10969 Berlin
Dr. Christian Testorf Christian.Testorf@fes.de
Kontaktanschrift
Friedrich-Ebert-StiftungLandesbüro BerlinNürnberger Straße 4910789 Berlin