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Veranstaltungsnummer: 292144 – als .ics herunterladen
Das zu kurze Leben meines Bruders Gökhan Gültekin und der Anschlag von Hanau Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen – einer von denjenigen, die der rassistische Täter nicht in »seinem« Land ertragen konnte. Gökhan wurde 1982 in Hanau geboren, die Eltern stammten aus der Türkei. Vor dem Anschlag war er bereits zweimal knapp dem Tod entkommen, hatte sich immer wieder ins Leben gekämpft und nie seine positive Art verloren. Doch im Februar 2020 überlebt er nicht. Für die Angehörigen beginnt damit ein Albtraum. Die Familie ist zerrissen zwischen Trauer und dem Kampf um Gerechtigkeit, denn immer wieder kommen neue Versäumnisse der Behörden ans Licht.Seither erzählt Çetin Gültekin die berührende Geschichte seines Bruders und zeigt: Wir sind nicht »die Anderen«, wir sind ein Teil der deutschen Gesellschaft. Er setzt sich dafür ein, dass die Opfer und deren Geschichten nie vergessen werden – und kämpft unermüdlich gegen den tief verwurzelten Rassismus in Deutschland.Lesung und Gespräch mit:- Çetin Gültekin, geboren 1974 in Hanau, wo er bis heute lebt, ist von Beruf Industriemechaniker; er war bis zum rassistischen Terroranschlag vom 19.02.2020 selbstständig und leitete eine Speditionsfirma. Nach dem Attentat wurde er zu einem der bekannten Gesichter im Kampf gegen Rassismus und für Aufklärung im Namen seines getöteten Bruders, aber auch für die anderen Opfer und Hinterbliebenen.- Mutlu Koçak, geboren 1991, ist gelernter Informatikkaufmann, studierte Soziologie und Politikwissenschaften und arbeitet als Berater für Personalmarketing. In seiner Freizeit organisiert er soziale Aktionen und leistet ehrenamtlich Jugendarbeit, speziell im Bereich Bildung, Musik und Sport. Als enger Freund unterstützt er Çetin Gültekin dabei, die Geschichte seines Bruders in einem Buch zu erzählen.Organisatorische Hinweise- Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Festival Fluctoplasma .- Der Eintritt ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten Platzkapazität bitten wir zur besseren Planung um die Buchung eines kostenlosen Tickets.- Die Eintrittskarten sind bei unserem Kooperationspartner direkt erhältlich: Tickets HIER.Diese Veranstaltung ist gefördert duch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Freitag, 23.10.2620:00-21:30 Uhr
Teilnahmepauschale keine
Admiralitätstraße 7420459 Hamburg
Julie Salviac julie.salviac@fes.de
Kontaktanschrift
Friedrich-Ebert-StiftungRegionalbüro für Bremen,Hamburg und Schleswig-HolsteinMönckebergstraße 2220095 HamburgTel. 040-325874-0Nord@fes.de