- Laubach
freie Plätze

Friedrich Kellner: Lesung aus den Tagebüchern 1939-1945

Veranstaltungsnummer: 291543 – als .ics herunterladen

Friedrich Kellner (1885–1970) war deutscher Sozialdemokrat, der den größten Teil der NS-Zeit als Justizangestellter am Laubacher Amtsgericht arbeitete. Während dieser Zeit führte er ein detailliertes Tagebuch, in welchem er systematisch die Verbrechen des Nazi-Regimes, politische Ereignisse und den Alltag unter der Diktatur dokumentierte. Nach seinem Tod wurden diese Aufzeichnungen gefunden und veröffentlicht. Sie gelten als eine der wenigen privaten, kontinuierlichen Zeitzeugenberichte des Alltags im Nationalsozialismus und als wichtige private Chronik des Widerstands und der Zivilcourage. „Dieser Kampf kostet Nerven“ schrieb Kellner und gerade in Zeiten von wiederkehrenden rechten Gedankengut, ist es wichtiger denn je auf die Gefahren rechtsradikaler Politik aufmerksam zu machen und diese nicht zu verharmlosen.

Diese Lesung und Vortragsveranstaltung, gemeinsam organisiert vom Landesbüro Hessen der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Stadt Laubach und der evangelischen Kirchengemeinde Laubach, sowie der Fachstelle für Holocaust-Literatur der Justus-Liebig-Universität Gießen, gedenkt eines wichtigen Augenzeugen deutscher Geschichte und seines schriftlichen Vermächtnisses.

Hinweis: Zu den Tagebüchern gibt es seit 2020 eine Ausstellung im Internet, die einzelne Schwerpunkte der Eintragungen von Kellner näher beleuchtet. Sie ist zu finden unter: hoed-digital.de/fhrnrw/ausstellung/

Gefördert mit Mitteln der hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Termin

Donnerstag, 22.10.26
19:00-21:00 Uhr

Registrierung möglich
bis Dienstag, 20.10.26

Teilnahmepauschale
keine

Veranstaltungsort

Evangelische Stadtkirche

Kirchplatz 14
35321 Laubach

Ansprechpartner_in

Katharina van Zanten

Kontaktanschrift

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Hessen
Marktstraße10
65183 Wiesbaden
Tel. 0611-341415-0, Fax. 0611-341415-29

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