Newsletter: Empirische Analysen und Politikberatung – 2026/3

Montag, 27. Juli 2026

 
 
 
 
 


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die Neuerscheinungen und Veranstaltungen der Abteilung Analyse, Planung und Beratung der Friedrich-Ebert-Stiftung finden Sie in diesem Newsletter.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre!

 

 
Illustration: Vom linken und rechten Bildrand weisen zwei Zeigefinger aufeinander
von picture alliance/Ikon Images/Joseph McDermott/bearbeitet


Analyse von Marcel Lewandowsky und Anna-Lisa Neuenfeld

Parteien im Stresstest

Die Autor:innen zeigen, dass bisherige Strategien im Umgang mit Rechtspopulismus oft am Kern vorbeiführen. Sie entwickeln fünf strategische Handlungsempfehlungen, wie demokratische Parteien Vertrauen zurückgewinnen, politische Gestaltungskraft entfalten und den öffentlichen Diskurs wieder selbst prägen können.

 

 
einsame Straße auf dem Dorf
von picture alliance / Associated Press | Franka Bruns


Schwerpunkt „Wohnen“

Wohnen ist eine der sozialen Fragen des 21. Jahrhunderts. Aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten wir diese Herausforderung und entwickeln Lösungsansätze.

Impuls: Wohnungspolitik in der Ideologie und Politik der radikalen Rechten

Impuls: Wohneigentum als Mittel progressiver Politik

Analyse: Wohnungsgenossenschaften als Zukunftsmodell

 

 

Neuerscheinungen

 

 

Impuls von Tarik Abou-Chadi

Teufelskreis. Wie Parteien der demokratischen Mitte auf radikal rechte Parteien reagieren

Wenn Parteien der demokratischen Mitte versuchen, radikal rechte Erfolge durch härtere migrationspolitische Positionen zu kontern, gewinnen sie verlorene Wähler:innen kaum zurück. Stattdessen verschieben sie den öffentlichen Diskurs, machen Migration zum dominierenden Konfliktthema und tragen dazu bei, radikal rechte Deutungen zu normalisieren.

 

Impuls von René Bormann, Julia Jirmann und Michaela Alka

Die Kryptolücke schließen

Kryptogewinne bleiben oft steuerfrei – selbst bei hohen Gewinnen. Das privilegiert Spekulation gegenüber Arbeit. Die Haltefrist sollte gestrichen und Gewinne mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert werden. Eine solche Reform würde jährlich etwa vier Milliarden Euro zusätzlich einbringen.

 

Impuls von Kristina Keuper

Wenn die letzte Schule schließt

Ländliche Räume verlieren in raschem Tempo Orte der Daseinsvorsorge. Laut aktuellen Prognosen droht absehbar den ostdeutschen Flächenländern eine Welle von Schulschließungen. Welche Folgen hat diese Entwicklung und wie lässt sie sich aufhalten?

 

Impuls von Meike Büscher

Rente mit 70?

Dänemark wird aufgrund seines hohen Renteneintrittsalters häufig als Vorbild bei den Reformdiskussionen in der deutschen Alterssicherung aufgeführt. Dieses muss allerdings im Kontext des Gesamtsystems der Alterssicherung und der Arbeitsmarktpolitik Dänemarks betrachtet werden.

 

Impuls von René Bormann, Julia Jirmann und Franziska Vollmer

Vom Ehegattensplitting zur Kinderförderung

Das Ehegattensplitting ist teuer, fördert Kinder nicht gezielt und setzt Fehlanreize für die Erwerbstätigkeit von Zweitverdienenden. Das diskutierte Realsplitting ist ein erster Schritt. Langfristig überzeugt die Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag.

 

 

Veranstaltungen

 

 

Online-Veranstaltung: Migration verstehen | 21. September 2026

EU-Binnenmigration: Warum Deutschland an Zugkraft verliert

Nach der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für die neuen EU-Mitgliedstaaten 2011 nahm die Zuwanderung zunächst stark zu. Heute ist sie rückläufig, gegenüber einigen Ländern verzeichnet Deutschland sogar einen negativen Wanderungssaldo. Gemeinsam mit Expert:innen beleuchten wir aktuelle Trends der EU-Binnenmigration und ordnen sie in die größeren Entwicklungen des europäischen Migrationsgeschehens ein.
 

Internationale Fachtagung | 5. November 2026 in Berlin

Leben – Arbeiten – Teilhaben: Impulse aus 65 Jahren deutsch-türkischer Migrationsgeschichte

1961 wurde das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei unterzeichnet. Was als temporäre Arbeitsmigration begann, hat beide Länder dauerhaft geprägt – gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch. Was lässt sich daraus für Teilhabe und Zusammenleben in einer Gesellschaft vielfältiger Herkünfte lernen? Unsere ganztägige internationale Fachtagung lädt zur Diskussion mit u.a. Staatsministerin Natalie Pawlik.

 

 

Friedrich-Ebert-Stiftung, Abteilung Analyse, Planung und Beratung
www.fes.de/apb

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Wer wir sind: Die FES ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Benannt ist sie nach Friedrich Ebert, dem ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten. Als parteinahe Stiftung orientieren wir unsere Arbeit an den Grundwerten der Sozialen Demokratie: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Als gemeinnützige Institution agieren wir unabhängig und möchten den pluralistischen gesellschaftlichen Dialog zu den politischen Herausforderungen der Gegenwart befördern. www.fes.de